Zum Hauptinhalt springen

Bartholinitis und Bartholin-Zyste

Zuletzt aktualisiert:

Zuletzt überarbeitet:

Zuletzt überarbeitet von:



Definition:
Bei der Bartholinitis handelt es sich um eine Infektion der Bartholin-Drüsen im hinteren Drittel der Labia majora, deren Ausführungsgänge in den Scheidenvorhof (Vestibulum vaginae) münden.
Häufigkeit:
Rund 2–3 % aller Frauen entwickeln im Laufe ihres Lebens eine sog. Bartholin-Zyste oder einen Bartholin-Abszess.
Symptome:
Eine nichtinfizierte Bartholin-Zyste kann asymptomatisch sein. Als mögliche Symptome einer Bartholinitis können starke Schwellung, Schmerzen im hinteren Drittel der Labien sowie ein beeinträchtigter Allgemeinzustand auftreten.
Befunde:
Die klinische Untersuchung der Vulva zeigt eine zystische, oftmals pflaumengroße Schwellung, die sich bis zum Introitus erstreckt. Bei Infektion evtl. mit Abszessbildung. Der betroffene Bereich ist bei Entzündung palpationsempfindlich und gerötet.
Diagnostik:
Die Diagnose wird anhand der Anamnese und der klinischen Untersuchung gestellt. Weitere Untersuchungen sind in der Regel nicht notwendig.
Therapie:
Asymptomatische Zysten müssen nicht zwingend behandelt werden. Bei Beschwerden oder Infektion/Abszess erfolgen für gewöhnlich chirurgische Maßnahmen wie der Einsatz eines Word-Katheters oder eine Marsupialisation.
  • Susanne Engelhardt, Dr. med., Ärztin in Weiterbildung für Allgemeinmedizin, Hof