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Urogenitale Chlamydien-Infektion bei Frauen

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Definition:
Sexuell übertragbare Infektion, verursacht durch Chlamydia trachomatis.
Häufigkeit:
Am häufigsten in der Altersgruppe unter 25 Jahren. Geschätzt werden bis zu 300.000 unerkannte Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland.
Symptome:
Häufig asymptomatische und daher auch unterbehandelte Infektion. Kann zu leicht verstärktem Fluor sowie Schmierblutungen oder Dysurie ohne häufigen oder starken Miktionsdrang führen. In manchen Fällen symptomarme Endometritis oder Adnexitis.
Befunde:
Bei symptomatischer Infektion in der Regel urethraler/vaginaler Fluor. In der gynäkologischen Untersuchung leicht blutende, mit mukopurulentem Sekret bedeckte Zervix. Evtl. mäßige Palpationsempfindlichkeit im Bereich des Uterus und der Adnexe bei einer aszendierenden Infektion.
Diagnostik:
Anhand des Zervikalabstrichs und ggf. im Urin Erregernachweis im Nukleinsäure-Amplifikationstest (NAAT). Der CRP-Wert kann bei einer aszendierenden Infektion erhöht sein.
Therapie:
Orale Therapie mit Doxycyclin 2 x 100 mg über 7 Tage oder Azithromycin 1,5 g als Einmaldosis.
  • Thomas M. Heim, Dr. med., Wissenschaftsjournalist, Freiburg
  • Erika Baum, Prof. Dr. med., Professorin für Allgemeinmedizin, Philipps-Universität Marburg (Review)
  • Julia Trifyllis, Dr. med., Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Münster/W.
  • Ingard Løge, spesialist allmennmedisin, universitetslektor, institutt for sammfunsmedisinske fag, NTNU, redaktør NEL
  • Per Bergsjø, professor emeritus, dr. med., Universitetet i Bergen. Spesialist i kvinnesykdommer og fødselshjelp, forsker ved Nasjonalt folkehelseinstitutt, Oslo
  • Dag Berild, overlege, Medisinsk klinikk, Aker Sykehus