Zum Hauptinhalt springen

Kondylome (Condylomata acuminata)

Zuletzt aktualisiert:

Zuletzt überarbeitet:

Zuletzt überarbeitet von:



Definition:
Kondylome (Genitalwarzen) sind kleine Warzen im Bereich der Geschlechtsorgane und/oder des Enddarms. Sie werden von humanen Papillomviren (HPV) Typ 6 und 11 verursacht und sexuell übertragen.
Häufigkeit:
Besonders häufig in der Altersgruppe von 20–24 Jahren.
Symptome:
Die äußerlichen Warzen sind sichtbar, aber führen normalerweise nicht zu Beschwerden. Sie können jedoch durch mechanische Belastung gereizt werden oder zu bluten beginnen.
Befunde:
Es handelt sich meist um 1–3 mm große hautfarbene oder weiße Papeln mit leicht rauer Oberfläche. Ausbreitung bei Frauen vor allem auf der hinteren Kommissur, evtl. im Inneren der Vagina, aber auch über die gesamte Vulva; bei Männern perianal, auf der Vorhaut, am Penisschaft oder am Skrotum.
Diagnostik:
Die Diagnose wird aufgrund des Aussehens der Warze gestellt, weitere Untersuchungen sind nicht erforderlich.
Therapie:
Wird lokal durch Auftragen von zytotoxischen oder immunsuppressiven Mitteln behandelt, evtl. Kryotherapie, Laserchirurgie oder Elektrodissektion. Einer Ansteckung kann durch Verwendung eines Kondoms vorgebeugt werden. Ein neunvalenter HPV-Impfstoff kann davor schützen.
  • Marlies Karsch-Völk, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, München
  • Julia Trifyllis, Dr. med., Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Münster/W.
  • Ingard Løge, spesialist allmennmedisin, universitetslektor, institutt for sammfunsmedisinske fag, NTNU, redaktør NEL