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Dysfunktionelle uterine Blutungen (DUB)

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Definition:
Dysfunktionelle uterine Blutungen (DUB) sind unregelmäßige, oftmals starke, langanhaltende oder häufige uterine Blutungen, die nicht auf organischen Veränderungen der Geschlechtsorgane (z. B. Myome, Endometriose) beruhen. Als Ursache wird eine ovarielle hormonelle Dysfunktion vermutet. DUB können in in anovulatorischen wie in ovulatorischen Zyklen auftreten.
Häufigkeit:
Am häufigsten tritt dieses Phänomen bei jungen Frauen nach der Menarche (juvenile Blutung) sowie bei Frauen im Alter zwischen 38 und 50 Jahren auf; alle Frauen im reproduktiven Alter können davon betroffen sein, z. B. aufgrund eines polyzystischen Ovarialsyndroms (PCO).
Symptome:
Betroffene Frauen leiden unter unregelmäßigen, langanhaltenden und häufig auch stärkeren Blutungen als früher bzw. als zu erwarten. Einige Patientinnen sind in Leistungsfähigkeit und Lebensqualität eingeschränkt, andere fühlen sich aber gesund.
Befunde:
Die gynäkologische Untersuchung ist ohne pathologischen Befund.
Diagnose:
Folgende Untersuchungen können indiziert sein: Zytologie (Pap-Abstrich, Chlamydientest, ggf. endometriale Zytologie).
Behandlung:
Eine ausführliche Aufklärung der Patientin ist sehr wichtig. Eine Behandlung mittels Hormontherapie ist möglich. Zur Akutbehandlung kommen Tranexamsäure oder NSAR in Frage. Bei therapieresistenter DUB steht die operative Sanierung als Ultima Ratio zur Verfügung.
  • Julia Trifyllis, Dr. med., Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe,  Münster/W
  • Barbro Larson, Dozentin und Fachärztin für Gynäkologie und Obstetrik, Stockholm
  • Terje Johannessen, Professor für Allgemeinmedizin, Institut für Sozialmedizin, NTNU Trondheim (Norwegens technisch-naturwissenschaftliche Universität)
  • Per Bergsjø, Professor Emeritus, Dr. med., Universität Bergen, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Forschungsbeauftragter des Nasjonalt folkehelseinstitut, Oslo