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Endometriose

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Definition:
Bei der Endometriose handelt es sich um endometriumartige Zellverbände außerhalb der Gebärmutterhöhle. Die Ursache ist unbekannt.
Häufigkeit:
Zur Prävalenz in Deutschland gibt es keine aussagekräftigen Daten. Schätzungen zufolge sind in Ländern mit hohem sozioökonomischen Standard 6–11 % aller Frauen betroffen.
Symptome:
Leitsymptome sind Dysmenorrhö, Dysurie, Dyschezie (erschwerte Defäkation), Dyspareunie und Infertilität.
Befunde:
In vielen Fällen ist die gynäkologische Untersuchung unauffällig. Folgende Befunde können allerdings einen konkreten Hinweis liefern: Palpationsempfindlichkeit von Uterus oder Adnexen, kleine und schmerzhafte Knoten im Douglas-Raum, Raumforderungen in den Adnexen sowie bläuliche Tumoren an der Portio und in der Vagina.
Diagnostik:
Klinische Symptomatik, Bilddiagnostik (je nach Befallsmuster MRT oder transvaginale Sonografie). Zur Diagnosesicherung ist in der Regel eine Laparoskopie mit histologischer Sicherung notwendig.
Therapie:
Eine kausale Therapie ist nicht bekannt. Asymptomatische Patientinnen benötigen in der Regel keine Behandlung. Die medikamentöse Behandlung erfolgt primär mit Gestagenen. In der Zweitlinienbehandlung können kombinierte oralen Kontrazeptiva oder GnRH-Analoga eingesetzt werden. Flankierende Schmerztherapie, nichtmedikamentös und ggf. mit NSAR. Chirurgische Resektion der Endometrioseherde nach sorgfältiger Prüfung der Indikation.
  • Thomas M. Heim, Dr. med., Wissenschaftsjournalist, Freiburg
  • Laura Morshäuser, Ärztin, Freiburg im Breisgau