Burning-Mouth-Syndrom (BMS)

Zusammenfassung

  • Definition: Multifaktorielles, vermutlich somatoformes Schmerzsyndrom, das durch Missempfindungen, Schmerzen und Brennen an der Zunge und in der Mundhöhle charakterisiert ist. Definitionsgemäß ist das Syndrom nicht durch klinische Befunde oder Laborbefunde erklärbar.
  • Häufigkeit: Selten; am häufigsten bei Frauen in der Postmenopause.
  • Symptome: Häufig sind unterschiedliche Beschwerden mit der Erkrankung verbunden, darunter Brennen in der Mundhöhle, Mundtrockenheit und veränderte Geschmackswahrnehmung.
  • Befunde: Verteilungsmuster von Schmerz und Sensibilitätsstörungen weicht oft von den Versorgungsgebieten der potenziell betroffenen Hirnnerven ab. Kann mit Auffälligkeiten in der somatosensorischen Testung und mit den histologischen Zeichen einer Small Fiber Neuropathie einhergehen. Häufig psychische Begleitsymptomatik wie Angst, Depressivität, Persönlichkeitsstörungen.
  • Diagnostik: Sorgfältige Inspektion der Mundhöhle. Sensibilitätstests von Mundschleimhaut und Gesicht. Psychische Evaluation. Als ergänzende Untersuchungen kommen u. a. ausführlichere neurologische Untersuchung, Schirmer- und Saxon-Test, Blutuntersuchungen zum Ausschluss von Infektionen, Anämie oder anderen Erkrankungen infrage.
  • Therapie: Trotz der unbefriedigenden Beweislage stehen psychotherapeutische Verfahren, die sich bei anderen Störungen des somatoformen Erkrankungsspektrums und chronischen Schmerzerkrankungen bewährt haben, an erster Stelle.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Synonyme: Glossodynie, Zungen- und Schleimhautbrennen, idiopathisches Syndrom der brennenden Zunge
  • Multifaktorielles Schmerzsyndrom, das durch Missempfindungen, Schmerzen und Brennen an der Zunge und in der Mundhöhle charakterisiert ist. In der Regel ist das Syndrom nicht durch klinische Befunde oder Laborbefunde erklärbar.1

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

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