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Stimmbanddysfunktion (Vocal Cord Dysfunction VCD)

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Definition:
Bei der Stimmbanddysfunktion handelt es sich um intermittierende paradoxe Schließungsbewegungen der Stimmbänder während des Atemzyklus, insbesondere während der inspiratorischen Phase, die zu einer Atemwegsobstruktion im Kehlkopf führen. Die Symptome treten anfallsartig auf und sind selbstlimitierend.
Häufigkeit:
Exakte Daten fehlen. Es wird angenommen, dass die Prävalenz der Stimmbanddysfunktion unter Asthma-Patient*innen bei 3–5 % liegt.
Symptome:
Am häufigsten treten Dyspnoe und inspiratorischer Stridor auf. Weitere Symptome sind Husten, pfeifender Atem, Schluckbeschwerden, Würgereiz, Engegefühl in Hals und Brust, Globusgefühl, Heiserkeit oder Stimmveränderungen, Kurzatmigkeit, Atemnot bei Anstrengung und Schwierigkeiten beim Einatmen.
Befunde:
Stridor im Bereich des Kehlkopfes, Heiserkeit, Tachypnoe, ggf. Einsatz der Atemhilfsmuskulatur. In der Regel zeigt sich eine normale Sauerstoffsättigung. 
Diagnostik:
Die Darstellung der pathologischen Stimmbandadduktion mittels fiberoptischer, transnasaler Laryngoskopie während der akuten Symptomatik gilt als diagnostischer Goldstandard.
Therapie:
Für die langfristige Therapie wird vor allem eine logopädische Behandlung mit Stimm- und Atemtraining empfohlen.
  • Susanne Engelhardt, Dr. med., Ärztin in Weiterbildung für Allgemeinmedizin, Hof