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Poststreptokokken-Erkrankungen

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Definition:
Immunologische Komplikationen nach Infektionen mit beta-hämolysierenden Streptokokken der Lancefield-Gruppe A (Streptococcus pyogenes, GAS) durch Kreuzreaktion der gebildeten Antikörper („molekulares Mimikry"), z. B. akutes rheumatisches Fieber (ARF) und Poststreptokokken-Glomerulonephritis (ASPGN).
Häufigkeit:
In westlichen Industrienationen heutzutage sehr seltene Erkrankung. Weltweit regional häufigere Erkrankungen im Kindesalter mit potenziellen Langzeitfolgen.
Symptome:
Abhängig von der Erkrankung: Akutes rheumatisches Fieber (ARF) mit Fieber, Polyarthritis, Herzbeteiligung, Chorea minor, Hautmanifestationen. Akute Poststreptokokken-Glomerulonephritis (ASPGN) mit Hämaturie, Hypertonie und Ödemen.
Befunde:
Abhängig von der Erkrankung: Polyarthritis, Fieber, neue Herzgeräusche, subkutane Knötchen, Erythema marginatum, periphere Ödeme, arterielle Hypertonie, Hämaturie, Verhaltensauffälligkeiten, Bewegungsstörungen.
Diagnostik:
Labordiagnostik, Erregernachweis (Kultur, Antikörpertiter, Schnelltest), symptomspezifische weitere Diagnostik (z. B. Echokardiografie).
Therapie:
Antibiotikatherapie der Streptokokkeninfektion. Je nach Schweregrad der Komplikationen spezifische Therapie. Rezidivprophylaxe nach rheumatischem Fieber.
  • Jonas Klaus, Arzt, Freiburg
  • Katrin Metz, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Berlin
  • Thomas Fühner, PD Dr. med., Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie, Hannover