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Herpangina

Die Herpangina handelt ist eine virale Infektion der oberen Atemwege, die charakteristische Veränderungen der Schleimhaut im Mund-Rachenbereich verursacht.

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Was ist eine Herpangina?

Eine Herpangina ist eine akute Halsentzündung mit Fieber sowie kleinen Knötchen und Bläschen im Mundbereich. Die Veränderungen treten besonders an der Mundhöhlendecke (Gaumen), am Zäpfchen (Uvula) und den Mandeln (Tonsillen) auf. Die Herpangina wird durch eine Virusinfektion verursacht. Sie gilt als ungefährlich und heilt von selbst aus.

Häufigkeit

Die Erkrankung tritt am häufigsten im Sommer und bei Kindern im Kindergartenalter auf. Grundsätzlich können aber auch Neugeborene, Jugendliche und junge Erwachsene betroffen sein.

Ursachen

Bei der Herpangina handelt es sich um eine Form der Halsentzündung, die von verschiedenen Coxsackieviren der Gruppe A (A1 bis 6, 8, 10 und 22), seltener durch Coxsackie-B-Viren oder Enteroviren verursacht wird. Die Erkrankung ist hoch ansteckend. Das verursachende Virus wird mit den Händen (vom Enddarm zum Mund) oder über die Atemwege (von Mund zu Mund) übertragen. Nach Ansteckung treten die ersten Symptome nach 2–9 Tage n auf. Das Fieber besteht in der Regel für 1–4 Tage.

Diagnostik

Für die Diagnosestellung reichen in der Regel der typische Krankheitsverlauf in Zusammenschau mit den klassischen Schleimhautveränderungen aus. Ergänzende Tests oder Untersuchungen sind meist nicht notwendig. Prinzipiell kann das Virus durch einen Halsabstrich, Stuhlproben oder bei schweren Verläufen aus Blut, Urin oder Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit nachgewiesen werden.

Typischerweise beginnt eine Herpangina mit einem schnellen Fieberanstieg auf ca. 40 °C. Im Mundbereich bilden sich 1‒2 mm große, rote Bläschen, die nach ca. 24 Stunden aufplatzen und eine gelblich-weiße Wundflächen sowie eine gerötete Schleimhaut hinterlassen. In den nicht befallenen Bereichen der Mundhöhle sieht die Mundschleimhaut normal aus. Begleitende Symptome sind häufig Abgeschlagenheit, Halsschmerzen und Schluckbeschwerden. Ältere Kinder können über Kopfschmerzen und Rückenschmerzen klagen. Einige erleben Appetitlosigkeit, Übelkeit und Bauchschmerzen. Zudem können die Lymphknoten im vorderen Teil des Halses vergrößert sein.

Therapie

Die Herpangina heilt von selbst aus und bedarf keiner besonderen Behandlung. Es ist hilfreich, genügend zu trinken, mit Tee oder leicht gesalzenem Wasser zu gurgeln, erfrischende Bonbons zu lutschen und sich auszuruhen.

Empfehlungen

  • Ausruhen.
  • Ausreichend trinken, z. B. heiße Zitrone.
  • Gurgeln mit Salzwasser und Tee (Salbei, Kamille etc.)
  • Bonbons (Kräuterbonbons z. B.) lutschen.
  • Halswickel anwenden.
  • Umgebungsluft feucht halten.
  • Rauchen und Passivrauchen vermeiden.
  • Ggf. fiebersenkende Medikamente einnehmen.

Prognose

Die Prognose ist gut, da die Herpangina ist eine mild verlaufende und selbstlimitierende (selbst ausheilende) Krankheit ist. Die Knötchen und Bläschen verheilen in der Regel innerhalb von 3‒5 Tagen. Bei einer Sekundärinfektion kann es jedoch auch länger dauern. Zu Komplikationen kommt es sehr selten.

Weitere Informationen

Autor*innen

  • Hannah Brand, Cand. med., Berlin
  • Susanne Meinrenken. Dr. med., Bremen