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Arzneimittelinduzierte Hautreaktionen

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Definition:
Nebenwirkung eines Medikaments in Form von Hautreaktionen.
Häufigkeit:
Bei etwa 10–20 % der Patient*innen, die sich in stationärer Behandlung befinden, und bei etwa 1–5 % der Personen, die in einer Hausarztpraxis behandelt werden, lösen Medikamente erhebliche Nebenwirkungen aus.
Symptome:
Äußert sich in Hautausschlag und Juckreiz in milden Formen. Seltener sind schwere Verlaufsformen und systemische Beteiligungen.
Befunde:
Makulopapulöse Ausschläge in milden Formen, Blasenbildung und Erythrodermie in schweren Formen.
Diagnostik:
Mögliche apparative Diagnostik: Tryptasespiegel im Serum, spezifisches IgE, Hautbiopsie und ggf. Allergietests abhängig von Klinik und vermuteter Pathogenese.
Therapie:
Absetzen des auslösenden Medikaments, ggf. Antihistaminika bei Juckreiz. Stationäre, ggf. intensivmedizinische Behandlung bei schweren Verrlaufsformen notwendig.
  • Caroline Beier, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Hamburg