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Phlegmone

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Definition:
Bakterielle Infektion der Haut und des darunter liegenden Bindegewebes. Einteilung nach Notwendigkeit einer chirurgischen Sanierung (nein = begrenzte Phlegmone vs. ja = schwere Phlegmone).
Häufigkeit:
Inzidenz (gemeinsam mit Erysipel) 180/100.000. Häufigkeit mit dem Alter stark ansteigend.
Symptome:
Beginn oft nach (Bagatell-)Verletzung, meist an unterer Extremität oder im Gesicht. Lokale Entzündung mit Rötung und Schmerzen.
Befunde:
Warmes, leicht schmerzhaftes Erythem um Eintrittspforte wie z. B. Ulkus. Befund stärker ödematös als beim Erysipel, von dunklerem Rot und mit weniger scharf abgegrenzten Rändern. Bei schwerer Phlegmone Allgemeinsymptome wie Fieber und schweres Krankheitsgefühl möglich.
Diagnostik:
Klinische Diagnose. Bei (Übergang zu) schwerer Phlegmone Gewinnung von Gewebeproben zur Erregeridentifizierung.
Therapie:
Antibiotische Therapie und Hochlagerung des betroffenen Körperteils. Bei schwerer Phlegmone stationäre Therapie mit chirurgischer Sanierung und intravenöser Antibiose.
  • Lino Witte, Dr. med., Arzt in Weiterbildung Allgemeinmedizin, Frankfurt a. M.