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Nekrobiose (Necrobiosis lipoidica)

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Definition:
Entzündliche Erkrankung der Haut unbekannter Ursache, allerdings Assoziation mit Diabetes mellitus. Degenerative Kollagenveränderungen lösen granulomatöse Entzündungsreaktion aus, die Verdickung der Gefäßwand und Fettablagerungen an der Oberschenkelvorderseite nach sich zieht.
Häufigkeit:
Bei weniger als 1 % aller Diabetes-Patienten, allerdings leiden 75 % der an Nekrobiose erkrankten Patienten an Diabetes oder entwickeln Diabetes zu einem späteren Zeitpunkt.
Symptome:
Glänzende Flecken auf der Haut mit langsamer Größenprogredienz, selten Schmerzen.
Befunde:
Hautläsionen anfangs ca. 1–3 mm große und klar abgrenzbare Papeln; im weiteren Verlauf Ausbreitung zu runden oder ovalen Ablagerungen mit wachsartiger, atrophischer Beschaffenheit; im Spätstadium Ulzerationen möglich.
Diagnostik:
Diagnosesicherung erfolgt mittels Biopsie.
Therapie:
Fortschreiten der Erkrankung verhindern, keine kausale Therapie existent. Als vornehmlich kosmetisch ausgerichtete Maßnahmen sind Steroide, Operation oder Lasertherapie möglich.
  • Dr. med. Moritz Paar, Facharzt für Allgemeinmedizin, Münster/W
  • Tore Särnhult, överläkare, Hudmottagningen, Kungsbacka
  • Morten Dalaker, specialist på hudsjukdomar, Trondheim Hudlegesenter, Carl Johans gt 3, 7010 Trondheim