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Eichenprozessionsspinner-Dermatitis (Raupendermatitis)

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Definition:
Toxische Dermatitis nach Kontakt mit den Nesselhaaren der Raupe des Eichenprozessionsspinners oder anderer Raupenarten.
Häufigkeit:
 In bestimmen Gebieten in Deutschland ist der Eichenprozessionsspinner endemisch, vor allem in der warmen Jahreszeit. Zum Vorkommen der Dermatitis gibt es keine genauen Daten.
Symptome:
Stark juckender Hautausschlag. Evtl. Atembeschwerden, Halsschmerzen oder Bindehautreizungen. Auch allergische Reaktionen mit Urtikaria und Angioödem sind möglich.
Befunde:
 Stark juckende Erytheme, urtikarielle Papeln, teilweise mit Bläschen. Evtl. bronchiale Spastik, Konjunktivitis/Keratitis. Selten anaphylaktische Reaktion bis zum Schock.
Diagnostik:
 Anamnese und Befund oft nicht eindeutig. Nachweis von Eichenprozessionsspinnern in der Umgebung.
Therapie:
 Lokal Anästhetika und/oder Kortikosteroide, evtl. Antihistaminika oral; bei Atemsymptomen Betamimetika und Kortikosteroide inhalativ. Bei schwerem Augenbefall evtl. operative Entfernung der Brennhaare erforderlich.
  • Marlies Karsch-Völk, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, München