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Atopisches Ekzem

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Definition:
Chronische Hauterkrankung multifaktorieller Genese und erblicher Prädisposition, häufig assoziiert mit IgE-vermittelten Allergien und Erkrankungen wie Asthma und allergischer Rhinitis. Synonyme: atopische Dermatitis, Neurodermitis.
Häufigkeit:
Prävalenz bei Kindern < 15 Jahre 9,4 %. Bei Kindern damit häufigste chronische Erkrankung.
Symptome:
Altersabhängige Lokalisation des Ekzems. Typisch trockene Haut, Juckreiz und Ekzem im Gesicht, am Hals und am Oberkörper, an den Ellenbeugen und Kniekehlen. Je jünger die Kinder, desto häufiger sind Gesicht und Kopf betroffen.
Befunde:
Trockene Haut mit Erythem, bei akuten Ausbrüchen oft auch mit Papeln oder Vesikeln. Bei Säuglingen oft vesikulär und nässend („Milchschorf“) im Kopfbereich. Bei Kleinkindern trockener und mit Kratzspuren, meist in Beugefurchen.
Diagnostik:
Klinische Diagnose. Evtl. weiterführende allergische Diagnostik bei entsprechender Anamnese, z. B. bei Hinweisen auf Nahrungsmittelallergie.
Therapie:
Basistherapie mit sanfter Hautreinigung, Feuchtigkeitscremes und Vermeidung von Triggerfaktoren. Bei Bedarf lokal wirkende Kortikosteroide oder Calcineurininhibitoren, bei sehr schweren Verläufen immunmodulatorische systemische Medikamente (Stufentherapie).
Prognose:
Mehrzahl der Kinder bis zur Pubertät symptomfrei. Etwa 30 % der Betroffenen entwickeln auch im Erwachsenenalter intermittierend Ekzeme.
  • Lino Witte, Dr. med., Arzt in Weiterbildung Allgemeinmedizin, Frankfurt a. M.