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Morbus Behçet

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Definition:
Eine entzündliche Multisystemerkrankung, deren Ursache weitgehend unbekannt ist. Die Beteiligung genetischer und immunologischer Faktoren ist jedoch erwiesen.
Häufigkeit:
Seltene Erkrankung, in Deutschland sind 0,6–1,5 von 100.000 Einwohnern betroffen.
Symptome:
Kennzeichnend für Morbus Behçet sind rezidivierende orale und urogenitale Ulzerationen (Aphthen) sowie Entzündungen von Uvea und Iris der Augen, die bei schweren Verläufen zur Erblindung führen können. Oft sind Haut und Gelenke betroffen, die Erkrankung kann aber auch Gehirn, Lunge und andere lebenswichtige Organe befallen, sodass sie unbehandelt zum Tod führen kann.
Befunde:
Am häufigsten sind schmerzhafte mukokutane Läsionen, es sind jedoch auch Organmanifestationen nachweisbar.
Diagnostik:
Keine pathognomonischen Untersuchungsbefunde.
Therapie:
Die Behandlung ist empirisch und richtet sich stark nach der Ausprägung der Symptome. Bei systemischer Manifestation wird häufig Kortison eingesetzt.
  • Thomas M. Heim, Dr. med., Wissenschaftsjournalist, Freiburg