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Warzen an Fingern und Füßen

Warzen sind kleine Wucherungen der Haut, in der Regel an Händen, Fingern und Füßen. Die meisten Warzen verschwinden von selbst, jedoch kann dies sehr lange dauern.

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Was sind Warzen an Fingern und Füßen?

Warzen sind kleine, gutartige Wucherungen der Haut, in der Regel an Händen, Fingern und Füßen. Sie sind meist hautfarben, 2–5 mm groß, ihre Oberfläche ist knotig und sie treten einzeln oder in Gruppen auf. Warzen, die auf den Fußsohlen oder an den Fingern sitzen, können Schmerzen verursachen, wenn Druck auf sie ausgeübt wird. Die Warzen können mechanisch verletzt werden und bluten. Im Bereich von Fußwarzen ist die Haut häufig verdickt.

Warzen betreffen ca. 7–12 % der Bevölkerung. Am häufigsten treten Warzen bei Schulkindern auf, von ihnen haben 10–20 % Warzen. Bei Kindern unter 5 Jahren und bei Erwachsenen kommen Warzen seltener vor.

Ursache

Warzen werden durch eine Virusinfektion der Haut verursacht. Die Infektion greift die Hautzellen an und bewirkt eine Wucherung des Gewebes durch Zellvermehrung an der Stelle, wo das Virus eingedrungen ist. Das Warzenvirus gehört zur Gruppe der Papillomaviren (humanes Papillomavirus, HPV). Es gibt über 150 verschiedene Varianten dieses Virustyps.

Die Ansteckung mit Warzen erfolgt durch Schmierinfektion oder Kontaktinfektion von Mensch zu Mensch oder durch Gegenstände. Nicht selten stecken Patienten sich selbst an und übertragen das Virus an verschiedene Stellen. Dies geschieht zum Beispiel durch Aufkratzen oder Nägelkauen. Bei einer Hautverletzung oder durch Feuchtigkeit aufgeweichter Haut kann das Virus leicht in die Haut eindringen. Warzen können beispielsweise durch die gemeinsame Benutzung von Handtüchern, Rasierern oder Nagelscheren auch auf andere übertragen werden. Mit Fußwarzen können Sie sich durch Barfußlaufen an öffentlichen Plätzen, wo auch andere Menschen barfuß laufen, wie zum Beispiel in Schwimmbädern und Umkleideräumen, anstecken.

Kleine Hautschädigungen und ein geschwächtes Immunsystem begünstigen die Infektion und die Bildung von Warzen. Auch bei Metzgern treten Warzen häufiger auf.

Diagnose

Warzen haben ein typisches Erscheinungsbild, sodass Ärzte wie auch Patienten sie in der Regel problemlos erkennen. Ihre Form kann kuppelförmig, dünn, flach oder knotig sein. Personen, die an ihren Fingernägeln kauen, haben oft mehrere Warzen um die Nägel herum.

Warzen können kosmetisch störend wirken. Unter den Fußsohlen können sie auch Schmerzen beim Gehen verursachen.

Verschiedene Formen von Warzen werden unterschieden:

  • Gewöhnliche Warzen haben eine unregelmäßige, kuppelförmige Oberfläche und können fast überall am Körper auftreten. An den Händen sind die Warzen knotenförmig, häufig treten mehrere Warzen gleichzeitig auf.
  • An den Nagelrändern treten sogenannte periunguale Warzen auf. 
  • Flachwarzen sind eine glatte, nur wenig erhabene und dabei abgeflachte Variante der gewöhnlichen Warzen.
  • Pinselwarzen treten meistens im Gesicht auf.
  • Dornwarzen befinden sich an der Fußsohle. Sie wachsen normalerweise nach innen und sind nur schwer von Hühneraugen zu unterscheiden. Warzen unter der Fußsohle können schmerzhaft sein.

Therapie

Die meisten Warzen verschwinden von selbst, jedoch kann dies sehr lange dauern. Sofern die Warzen keine Beschwerden verursachen, müssen sie nicht behandelt werden.

Zur Entfernung von Warzen stehen zahlreiche Verfahren zur Verfügung. Die Wirksamkeit einer örtlichen Behandlung mit salicylsäurehaltigen Präparaten und Vereisung der Warzen ist wissenschaftlich belegt. Für die meisten anderen Therapieformen fehlen jedoch ausreichende Belege zur Wirksamkeit.

Generell ist die Behandlung von Warzen zeitaufwändig.

Medikamentöse Therapie

Warzenpräparate mit Salicylsäure sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Wenn Sie salicylsäurehaltige Präparate anwenden, sollten Sie für eine weiche Haut sorgen und harte, abgestorbene Haut entfernen. Dazu können Sie Hände oder Füße 5–10 Minuten in warmem Seifenwasser baden. Anschließend werden die Verhärtungen zum Beispiel mit einem Bimsstein oder einer Feile entfernt. Erst danach sollten Sie das Warzenmittel auftragen. Es wird mindestens einmal täglich angewendet. Ein bis zwei Mal pro Woche entfernen Sie vor dem Auftragen des Mittels die abgestorbene Haut über der Warze. Die Behandlung sollte solange fortgesetzt werden, bis Sie das gewünschte Ergebnis erzielt haben. Dies kann mehrere Monate dauern. Sämtliche Warzen sollten während der Behandlungsdauer abgedeckt werden, um weitere Ansteckungen nach Möglichkeit zu verhindern. Umliegendes gesundes Gewebe können Sie z. B. mit Vaseline schützen.

Kältetherapie

Warzen können darüber hinaus vereist werden. Die Kältetherapie (meist mit flüssigem Stickstoff) führt zur Gewebezerstörung in der Warze. Die Behandlung muss in der Regel wiederholt durchgeführt werden und erfolgt durch einen Arzt. Das Vereisen kann Schmerzen verursachen und ist daher für sehr junge Patienten nicht geeignet. Vorwiegend werden Warzen an den Händen vereist, da diese weniger in die Tiefe wachsen. Salicylsäure und Kältetherapie können auch kombiniert angewendet werden.

Operation

Auch ein Ausbrennen oder Ausschneiden der Warzen ist möglich, wird aber selten durchgeführt. Derartige Behandlungen lassen Narben zurück, die wiederum Schmerzen bereiten können, insbesondere dann, wenn sie sich auf den Fußsohlen befinden. Darüber hinaus heilen Wunden an der Fußsohle sehr langsam.

Kindergarten

Kinder mit Warzen können uneingeschränkt den Kindergarten besuchen. Jedoch besteht ein geringes Übertragungsrisiko. Ein Abdecken der Warzen mit einem Pflaster beugt der Ansteckung anderer Kinder vor.

Kinder im Vorschulalter und Schulkinder mit Fußwarzen sollten immer Socken oder Schuhe tragen, wenn sie in den gemeinschaftlich benutzten Räumen Sport treiben. 

Prognose

Warzen sind harmlos, können aber störend und unansehnlich sein. In bis zu 25 % der Fälle verschwinden die Warzen auch ohne Behandlung nach einiger Zeit. Bei Kindern heilen Warzen noch häufiger spontan ab. Insbesondere bei älteren Menschen können die Warzen aber auch über mehrere Jahre fortbestehen.

In Schwimmbädern und öffentlichen Duschen können Sie sich durch das Tragen von Badeschuhen schützen.

Weitere Informationen

Autoren

  • Martina Bujard, Wissenschaftsjournalistin, Wiesbaden