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Röschenflechte (Pityriasis rosea)

Die Röschenflechte wird auch als Schuppenröschen bezeichnet und äußert sich durch ovale Flecken auf dem Oberkörper.

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Was ist die Röschenflechte?


Die Röschenflechte (Pityriasis rosea) wird auch als Schuppenröschen bezeichnet. Diese harmlose Erkrankung äußert sich in einem Hautausschlag in Form von hellroten, leicht schuppenden ovalen Flecken, die 0,5–2 cm groß sein können. In der Regel ist vor allem der Oberkörper vom Ausschlag betroffen, Gesicht, Hals, Arme und Beine bleiben frei.

In seltenen Fällen tritt die Röschenflechte an Armen und Beinen auf.

Bei über 50 % der an Röschenflechte erkrankten Personen erscheint zunächst ein 2–10 cm großer ovaler Fleck, das sogenannte Primärmedaillon, worauf 1–2 Wochen später der restliche Ausschlag folgt. In der Regel verläuft der Ausschlag beschwerdefrei, kann allerdings in den ersten Wochen Juckreiz verursachen. Dem Ausschlag können Symptome wie Schwäche, Kopfschmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Schüttelfrost und Gelenkschmerzen vorausgehen. Gelegentlich können auch Lymphknotenschwellungen auftreten. Manchmal bestand vorher eine Infektion der Atemwege. 

Die meisten Patienten sind zwischen 10 und 35 Jahre alt. Die Röschenflechte kommt bei Frauen etwas häufiger vor als bei Männern und betrifft in der Regel ansonsten gesunde Personen. Die Erkrankung tritt vor allem im Frühjahr und Herbst auf und dauert 6–8 Wochen.

Ursache

Die Ursache ist weitgehend unbekannt, aber es wird ein Zusammenhang mit bestimmten Herpesviren vermutet. Verlauf und Auftreten in Frühjahr und Herbst können darauf hinweisen, dass der Ausschlag als Reaktion der Haut auf eine Virusinfektion entsteht. In manchen Fällen berichten Patienten über eine vorhergegangene Atemwegsinfektion oder diffuse Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen oder Übelkeit.

Bestimmte Medikamente können zu Ausschlägen führen, die der Röschenflechte ähneln, z. B. Bismut, Captopril, Clonidin, Diphtherie-Impfstoffe, Gold, Isotretinoin, Metronidazol, D-Penicillamin. Eine durch Medikamente hervorgerufene Röschenflechte scheint länger anzudauern als die normale Erkrankung.

Weitere auslösende Faktoren sind vermutlich Stress und imprägnierte Kleidungsstücke.

Diagnose

Ihre Ärztin/Ihr Arzt begutachtet den Hautauschlag, der ein typisches Aussehen hat. Um die Diagnose von anderen Erkrankungen abzugrenzen, kann eine Hautprobe untersucht werden.

Therapie

Die Erkrankung ist harmlos und heilt von selbst aus. Um einen eventuellen Juckreiz zu mildern, können Sie Folgendes tun:

  • Da die Haut nicht gereizt werden sollte, sind eng sitzende Kleidung oder Wollmaterialien zu vermeiden.
  • Vermeiden Sie außerdem übermäßiges Schwitzen und Sonnenlicht.
  • Verzichten Sie auf zu viel sowie auf intensive Seife und auf zu häufiges Duschen.
  • Verwenden Sie eine Feuchtigkeitscreme und meiden Sie stark fettende Salben.
  • Bei starkem Juckreiz können Sie eine leichte Kortisonsalbe auftragen oder Medikamente gegen Allergien (Antihistaminika) einnehmen.

Prognose

Die Krankheit geht von selbst innerhalb von 1–3 Monaten vorüber, manchmal bleiben die Ausschläge aber 3–6 Monate lang bestehen. In seltenen Fällen kann der Ausschlag zu einem späteren Zeitpunkt erneut auftreten. In den vom Ausschlag betroffenen Hautpartien können sich vorübergehende Pigmentveränderungen bilden.

Schwangere bis zur 15. Schwangerschaftswoche sollten den Kontakt zu Patienten mit Röschenflechte vermeiden, da die Erkrankung zu einem erhöhten Risiko für Fehl- und Frühgeburten führen kann.

Weitere Informationen

Autoren

  • Martina Bujard, Wissenschaftsjournalistin, Wiesbaden