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Raynaud-Syndrom

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Definition:
Unterschieden wird das primäre und das sekundäre Raynaud-Syndrom. Die primäre Form betrifft meist junge, ansonsten gesunde Frauen und ist unbekannter Ätiologie; der lokale Sympathikotonus der Arterien spielt scheinbar eine Rolle, es resultieren Vasospasmen der Akren, vor allem an Finger und Zehen. Kälte und emotionaler Stress können Auslöser sein. Die sekundäre Form beruht auf einer Grunderkrankung mit Gefäßschädigung, häufig im Rahmen von Kollagenosen/rheumatologischen Erkrankungen. 
Häufigkeit:
7–12 % der europäischen Bevölkerung leidet an einem Raynaud-Syndrom (primär und sekundär), in Nordeuropa häufiger. Frauen sind überwiegend betroffen. Die primäre Form manifestiert sich im jungen Erwachsenenalter, die sekundären Formen im älteren Lebensalter.
Symptome:
Typische Schübe verlaufen mit Ischämie („Weißfinger“) gefolgt von Hyperämie und werden normalerweise durch Kälte ausgelöst. An den betroffenen Arealen, meist den Fingern, können Schmerzen auftreten.
Befunde:
Normalbefunde außerhalb eines Anfalls. Beim sekundären Raynaud-Syndrom können Parästhesien, Infektionen oder Nekrosen auftreten. Das primäre Raynaud-Syndrom hat kein erhöhtes Risiko für lokale Folgeschäden.
Diagnostik:
In der Regel klinische Diagnose. Zur differenzialdiagnostischen Klärung eines sekundären Raynaud-Syndroms können Labortests hilfreich sein. Angiologische Messverfahren zur Gefäßdiagnostik beim sekundären Raynaud-Syndrom.
Therapie:
Allgemeinmaßnahmen stehen im Vordergrund, oft ist eine Eigenbehandlung ausreichend, indem die Lebensweise angepasst wird und die auslösenden Faktoren so weit wie möglich ausgeschaltet werden. Das primäre Raynaud-Syndrom sollte entsprechend nicht medikamentös behandelt werden. Medikamentöse Therapieoptionen für das sekundäre Raynaud-Syndrom existieren mit eingeschränkten Erfolgsaussichten; 1. Wahl Kalzium-Antagonisten p. o., 2. Wahl Nitroglycerinsalbe lokal (wirksam, jedoch off label). Weitere Therapieoptionen befinden sich in Erprobung.

Allgemeine Informationen

Definition

Häufigkeit

Ätiologie und Pathogenese

ICPC-2

ICD-10

Diagnostik

Diagnostische Kriterien

Differenzialdiagnosen

Anamnese

Klinische Untersuchung

Ergänzende Untersuchungen in der Hausarztpraxis

Diagnostik beim Spezialisten

Indikationen zur Überweisung

Therapie

Therapieziele

Allgemeines zur Therapie

Empfehlungen für Patienten

Medikamentöse Therapie

Weitere Therapien

Prävention

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlauf

Komplikationen

Prognose

Patienteninformationen

Patienteninformationen in Deximed

Weitere Informationen

Illustrationen

Quellen

Literatur

Autor*innen

  • Caroline Beier, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Hamburg
  • Stein Samstad, Facharzt für Kardiologie, Abteilungsoberarzt der Medizinischen Abteilung, Regionsykehuset in Trondheim
  • Ingard Løge, spesialist allmennmedisin, universitetslektor, institutt for sammfunsmedisinske fag, NTNU, redaktør NEL