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Herzbeuteltamponade

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Definition:
Es handelt sich um eine akute und schwere Erkrankung, bei der das Herz und die großen intraperikardialen Gefäße zusammengedrückt werden und die Ventrikelfüllung durch eine Flüssigkeitsansammmlung im Herzbeutel behindert wird.
Häufigkeit:
Die Inzidenz liegt bei ca. 20 auf 100.000 Einwohner pro Jahr (USA).
Symptome:
Hängen von den zugrunde liegenden Ursachen und der Entwicklungsgeschwindigkeit der Erkrankung ab. In der Regel Atembeschwerden und Herzrasen.
Befunde:
Bei einer akuten Herzbeuteltamponade kommt es häufig zu einer Halsvenenstauung (erhöhter Druck in der Vena jugularis), Hypotonie (kalte und feuchte Haut, Bewusstseinsstörungen und stark verringerte oder ausbleibende Diurese) und schwächeren Herzgeräuschen.
Diagnostik:
EKG, Echokardiografie und Röntgenthorax.
Therapie:
Bei einer akuten Herzbeuteltamponade ist eine sofortige Perikardiozentese, evtl. ultraschallgeführt (s. u.), mit Thoraxdrainage und evtl. Operation (Thorakotomie oder Sternotomie) notwendig.
  • Marlies Karsch-Völk, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, München
  • Ingard Løge, spesialist allmennmedisin, universitetslektor, institutt for sammfunsmedisinske fag, NTNU, redaktør NEL
  • Erik Fosse, avdelingsöverläkare och professor, Intervensjonssenteret, Rikshospitalet och universitetet i Oslo