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Aortenklappenstenose (Aortenstenose)

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Definition:
Einengung der Aortenklappe mit Ausbildung eines Druckgradienten und Flussbeschleunigung über der Klappe. Es resultiert eine chronische Druckbelastung des linken Ventrikels.
Häufigkeit:
Kalzifizierende Aortenklappenstenose in Industrieländern mit Abstand am häufigsten, rheumatische und angeborene Formen seltener. Häufigkeit steigt dementsprechend mit dem Lebensalter, Prävalenz bei über 65-Jährigen ca. 2–9 %.
Symptome:
Belastungsangina, Schwindel und Synkope, Leistungsintoleranz, Herzinsuffizenz. 
Befunde:
Bei der körperlichen Untersuchung Pulsus parvus et tardus, auskultatorisch rauhes Crescendo-Decrescendo-Systolikum. Im EKG häufig Zeichen der linksventrikulären Hypertrophie. Laborchemisch evtl. Erhöhung des BNP.
Diagnostik:
Echokardiografie entscheidendes diagnostisches Verfahren. Schweregrad wird bestimmt durch Messung des mittleren Druckgradienten und der maximalen Flussgeschwindigkeit über der Klappe sowie der Klappenöffnungsfläche.
Therapie:
Prognoseverbesserung hochgradiger symptomatischer Aortenklappenstenosen nur durch Klappenersatz möglich. Neben dem klassischen chirurgischen Ersatz ist die katheterinterventionelle Klappenimplantation (TAVI) von immer größerer Bedeutung.
  • Michael Handke, Prof. Dr. med., Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Intensivmedizin, Freiburg i. Br.