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Mitralklappenstenose

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Definition:
Verengung der Mitralklappe mit gestörtem diastolischem Einstrom vom Vorhof in die Kammer. Dadurch Abnahme des Schlag- und Herzminutenvolumes sowie Anstieg des Drucks im linken Vorhof und im Lungenkreislauf.
Häufigkeit:
In Industrieländern kontinuierliche Abnahme der rheumatisch bedingten Mitralstenose in den letzten Dekaden. Durch Migration künftig möglicherweise wieder mehr Fälle. Mit zunehmender Lebenserwartung steigende Anzahl an degenerativ bedingten Mitralstenosen. 
Symptome:
Belastungsdyspnoe, Leistungsintoleranz, Müdigkeit, Palpitationen, Hämoptysen.
Befunde:
Fazies mitralis mit geröteten Wangen. Bei der Auskultation betonter 1. Herzton, Mitralöffnungston, niederfrequentes Diastolikum, evtl. Lungenstauung. Bei pulmonaler Hypertonie mit Rechtsherzinsuffizienz Halsvenenstauung und Beinödeme.
Diagnostik:
Neben Anamnese und klinischem Befund beruht die Diagnose vor allem auf der Echokardiografie (Bestimmung von Mitralklappenöffnugsfläche und Druckgradient über der Klappe). Im EKG p-mitrale, evtl. Zeichen der Rechtsbelastung, häufig Vorhofflimmern.
Therapie:
Bei günstigen pathomorphologischen Voraussetzungen perkutane Ballondilatation. Alternativ chirurgische Therapie, meistens Klappenersatz. 
  • Michael Handke, Prof. Dr. med., Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Intensivmedizin, Freiburg i. Br.
  • Ingard Løge, spesialist allmennmedisin, universitetslektor, institutt for sammfunsmedisinske fag, NTNU, redaktør NEL
  • Gisle Roksund, spesialist i allmennmedisin og samfunnsmedisin, Klyve Legesenter, Skien
  • Stein Samstad, Facharzt für Kardiologie, Oberarzt Medizinische Abteilung, Regionskrankenhaus Trondheim