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Tako-Tsubo-Syndrom (Stress-Kardiomyopathie)

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Definition:
Das Tako-Tsubo-Syndrom (TTS) ist eine durch emotionalen oder physischen Stress ausgelöste, meist passagere Form der akuten Herzinsuffizienz mit initialen Charakteristika eines akuten Koronarsyndroms (ACS).
Häufigkeit:
Jährliche Inzidenz ca. 10/100.000, Auftreten bei beiden Geschlechtern und in allen Altersstufen möglich, überwiegend sind aber postmenopausale Frauen betroffen.
Symptome:
Brustschmerzen und Kurzatmigkeit, klinisch von ACS kaum zu unterscheiden.
Befunde:
Häufig unauffälliger Untersuchungsbefund, evtl. Zeichen der Linksherzinsuffizienz bis hin zum kardiogenen Schock. Im EKG häufig initial ST-Hebungen, T-Negativierungen. Laborchemisch Anstieg von Troponin und NT-proBNP.
Diagnostik:
Sicherung der Diagnose durch Koronarangiografie mit Lävokardiografie: unauffällige oder wenig veränderte Koronararterien bei typischerweise apikaler Akinesie und basaler Hyperkontraktilität des linken Ventrikels („Apical Ballooning").
Therapie:
Symptomatische Therapie der Herzinsuffizienz bis zur Normalisierung der Pumpfunktion.
  • Michael Handke, Prof. Dr. med., Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Intensivmedizin, Freiburg i. Br.