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Karotissinussyndrom

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Definition:
Es handelt sich um einen hypersensitiven Karotissinusreflex, der bei Stimulierung zu Bradykardie bzw. Blutdruckabfall und Synkopen führen kann.
Häufigkeit:
Das Syndrom tritt selten vor dem 50. Lebensjahr auf und steigt in Häufigkeit mit zunehmendem Alter.
Symptome:
Es kommt zu Synkopen oder Präsynkopen. Davor treten häufig Herzrasen, Übelkeit und Schweißausbrüche auf. Es kommt zu einer schnellen Restitution im Liegen.
Befunde:
Während eines Anfalls ist der Puls meist verlangsamt, es kommt evtl. zu einer kurzen Asystolie und einem Blutdruckabfall.
Diagnostik:
Anamnese, allgemeine Untersuchung auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, EKG, falls keine Kontraindikationen vorliegen: Karotisdruckversuch zur Bestätigung der Diagnose.
Therapie:
Aufklärung der Patient*innen über die Harmlosigkeit der Erkrankung. Vermeidung von auslösenden Faktoren. Ein Schrittmacher ist bei häufigen Synkopen, mit Nachweis einer Bradykardie oder Episoden mit Asystolie, angezeigt.
  • Dr. med. Thomas M. Heim, Wissenschaftsjournalist, Freiburg
  • Johannes Kühn, Arzt, Doktorand der Inneren Medizin, Freiburg