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Sick-Sinus-Syndrom (Sinusknotendysfunktion)

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Definition:
Das Sick-Sinus-Syndrom (SSS) umfasst eine Reihe abnormer Veränderungen in der Erregungsbildung und Erregungsweiterleitung von Sinusknoten und Vorhof. Die tatsächliche Vorhoffrequenz entspricht unter den Bedingungen eines SSS nicht den physiologischen Notwendigkeiten.
Häufigkeit:
Vorwiegend ältere Patient*innen betroffen, Auftreten aber in allen Altersgruppen möglich. Prävalenz bei über 45-Jährigen 1:1.000. 
Symptome:
Mattigkeit, Leistungsschwäche, Dyspnoe, Angina pectoris, Palpitationen, Schwindel, Synkope.
Befunde:
Mögliche EKG-Veränderungen: Sinusbradykardie, Sinusarrest, SA-Blockierungen. Bei Tachy-Brady-Syndrom zusätzlich intermittierend Vorhofflimmern/-flattern, Sinustachykardie, atriale Tachykardien.
Diagnostik:
Entscheidend ist die Zuordnung von Symptomen der Endorganminderperfusion zu bradykarden Episoden (ohne oder mit intermittierenden Tachykardien).
Therapie:
Herzschrittmacher bei symptomatischer Bradykardie.
  • Michael Handke, Prof. Dr. med., Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Intensivmedizin, Freiburg i. Br.