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Supraventrikuläre Tachykardie

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Definition:
Tachykardien mit einer Vorhoffrequenz > 100/min, deren Entstehungsmechanismus Gewebe von Vorhof, AV-Knoten und/oder His-Bündel einbezieht.
Häufigkeit:
Die Prävalenz beträgt 2–3/1.000 Einwohner.
Symptome:
Palpitationen, Brustbeschwerden, Atemnot, Schwindel, Übelkeit, Schwitzen, Polyurie, Synkope.
Befunde:
 Tachykardie, evtl. Hypotonie. Häufig keine weiteren Befunde bei strukturell gesundem Herzen. Evtl. Zeichen einer zugrunde liegenden Herz- oder Lungenerkrankung.
Diagnostik:
Diagnosestellung im Anfall durch 12-Kanal-EKG. Bei selteneren Episoden evtl. ergänzend Langzeit-EKG oder Event Recorder. Überwiegend Schmalkomplextachykardien (bei schmalem QRS-Komplex sicher supraventrikulär), seltener als Breitkomplextachykardie auftretend (Schenkelblock, Präexzitation) mit Differenzialdiagnose ventrikuläre Tachykardie.
Therapie:
Akutbehandlung durch vagale Manöver (Valsalva), Medikamente (primär Adenosin, sekundär Ca-Antagonisten, Betablocker oder Antiarrhythmika), bei hämodynamischer Instabilität elektrische Kardioversion. In der Langzeittherapie häufig kurative Katheterablation möglich, alternativ medikamentöse Rezidivprophylaxe.
  • Michael Handke, Prof. Dr. med., Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Intensivmedizin, Freiburg i. Br.
  • Ingard Løge, spesialist allmennmedisin, universitetslektor, institutt for sammfunsmedisinske fag, NTNU, redaktør NEL
  • Lars Hegrenæs, overlege, Hjertemedisinsk avdeling, St. Olavs Hospital, Trondheim