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Ventrikuläre Tachykardie

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Definition:
Drei oder mehr aufeinanderfolgende Schläge mit Ursprung im linken Ventrikel und einer Kammerfrequenz von > 100/min. Bei einer Dauer < 30 sec liegt eine nichtanhaltende, bei ≥ 30 sec eine anhaltende ventrikuläre Tachykardie (VT) vor. Bei stets gleich konfiguriertem QRS-Komplexen handelt es ich um eine monomorphe, bei wechselnder Form des QRS-Komplexes um eine polymorphe VT. 
Häufigkeit:
Zunahme der ischämisch getriggerten VT mit dem Alter parallel zur Zunahme der Prävalenz der koronaren Herzkrankheit. Idiopathische VT können in jedem Alter auftreten.
Symptome:
Palpitationen, Schwindel, Synkopen, Kurzatmigkeit und Brustschmerzen.
Befunde:
Tachykardie, evtl. Hypotonie/Schock.
Diagnostik:
Mittels 12-Kanal-EKG.
Therapie:
Bei hämodynamisch relevanter VT sofortige elektrische Kardioversion, bei hämodynamisch tolerierter VT auch medikamentöse Terminierung. Behandlung der Grunderkrankung. Bei erhöhtem Risiko für plötzlichen Herztod ICD-Implantation mit prognostischer Bedeutung. Medikamentöse Therapie und Katheterablation symptomatisch wirksam durch Reduktion der Häufigkeit von VT. 
  • Michael Handke, Prof. Dr. med., Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Intensivmedizin, Freiburg i. Br.