Zum Hauptinhalt springen

Wolff-Parkinson-White-Syndrom

Zuletzt aktualisiert:

Zuletzt überarbeitet:

Zuletzt überarbeitet von:



Definition:
Als WPW-Syndrom bezeichnet man das Auftreten rezidivierender Tachykardien bei vorbestehender ventrikulärer Präexzitation im Sinusrhythmus über ein akzessorisches Leitungsbündel.
Häufigkeit:
WPW-Muster im EKG bei etwa 0,1–0,3 % der Allgemeinbevölkerung. Ein WPW-Syndrom tritt bei etwa der Hälfte der Individuen mit WPW-Muster im EKG auf.
Symptome:
Palpitation, Herzrasen, Schwindel, Atemnot, Brustschmerz, Synkope.
Befunde:
Im Anfall Tachykardie, evtl. Hypotonie, Kaltschweißigkeit.
Diagnostik:
Im normalen EKG während Sinusrhythmus kurze PQ-Zeit, Präexzitation der Ventrikel (Delta-Welle) mit verbreitertem QRS-Komplex. Bei alleiniger Präexzitation ohne Tachykardien/klinische Symptomatik sollte man nur von einem WPW-Muster im EKG sprechen. Im Anfall (WPW-Syndrom) elektrokardiografisch am häufigsten Schmalkomplex-Tachykardien (AV-Reentry-Tachykardien). Nichtinvasive Risikostratifizierung durch Belastungstest, invasive Risikostratifizierung mittels elektrophysiologischer Untersuchung.
Therapie:
Bei WPW-Syndrom ist die Katheterablation die Therapie der Wahl.
  • Michael Handke, Prof. Dr. med., Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Intensivmedizin, Freiburg i. Breisgau