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Chronisches Koronarsyndrom (stabile KHK)

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Definition:
Die Koronare Herzerkrankung (KHK) ist die klinisch relevante Manifestation der Atherosklerose an den Herzkranzarterien. Es handelt sich um eine chronische, in der Regel progrediente Erkrankung, wobei unterschiedliche lange Phasen scheinbarer Stabilität mit instabilen Phasen wechseln können (chronisches Koronarsyndrom = CCS).
Häufigkeit:
Lebenszeitprävalenz bei den 40- bis 79-Jährigen 8 %. Häufigste Todesursache in Deutschland.
Symptome:
Angina pectoris: typischerweise thorakales Engegefühl ≤ 10 min, belastungsabhängig, Rückgang in Ruhe. Häufig atypische Manifestation, auch Belastungsdyspnoe kann erster klinischer Hinweis sein.
Befunde:
Keine spezifischen klinischen Befunde, bei fortgeschrittener Erkrankung mit Myokardschaden Zeichen der Herzinsuffizienz.
Diagnostik:
Verdachtsdiagnose häufig bereits auf Basis von klinischer Symptomatik und Risikoprofil. Beurteilung der Vortestwahrscheinlichkeit mit Marburger Herzscore. Bestätigung vorwiegend durch Belastungstests mit Ischämienachweis. Bei persistierender Symptomatik unter Medikation Koronarangiografie.
Therapie:
Die Therapie stützt sich vor allem auf Lebensstilmodifikation sowie prognostisch (ASS, Statine) und symptomatisch (Betablocker, Ca-Antagonisten, Nitrate) wirksame Medikamente. Im Einzelfall Revaskularisierung durch Bypass-OP oder perkutane Koronarintervention (PCI) aus symptomatischer oder prognostischer Indikation.
  • Michael Handke, Prof. Dr. med., Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Intensivmedizin, Freiburg i.Br.
  • Günther Egidi, Dr. med., Facharzt für Allgemeinmedizin, Bremen (Review)