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Lungenembolie (LE)

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Definition:
Als Lungenembolie bezeichnet man den partiellen oder vollständigen Verschluss von Lungenarterien durch ein Blutgerinnsel aus der peripheren venösen Strombahn. Bei etwa 90 % der Fälle stammt der Embolus aus dem Einzugsbereich der V. cava inferior nach tiefer Venenthrombose der Bein- oder Beckenvenen.
Häufigkeit:
Die Lungenembolie ist die dritthäufigste kardiovaskuläre Erkrankung, die jährliche Inzidenz beträgt 39–115/100.000. In Deutschland werden etwa 55.000 Patient*innen pro Jahr mit der Diagnose Lungenembolie stationär behandelt. In der Frühphase beträgt die Letalität etwa 10 %, bis zu 90 % der Todesfälle ereignen sich akut in den ersten 2 Stunden nach Symptombeginn. Lungenembolie ist eine Hauptursache für die Letalität nach Krankenhausaufenthalten und die häufigste Ursache mütterlicher Letalität in Schwangerschaft und Wochenbett in den Industrieländern.
Symptome:
Breites Symptombild: Häufig sind Dyspnoe, Brustschmerz, Tachypnoe und Husten, seltener Hämoptysen. Fehldiagnosen sind häufig, die einzelnen Symptome haben eine niedrige Spezifität.
Befunde:
Mögliche klinische Befunde sind Tachypnoe, Tachykardie, Hypotonie bis zum Schock, unilaterale Beinschwellung, Unruhe und Erschöpfung.
Diagnostik:
Zur Basisdiagnostik zählen Vitalparameter, EKG, Blutgasanalyse und D-Dimere. Röntgenthorax vor allem zum Ausschluss von Differenzialdiagnosen. Sicherung der Diagnose im Allgemeinen durch CT, bei Kreislaufinstabilität Nachweis einer Rechtsherzbelastung mittels transthorakaler Echokardiografie.
Therapie:
In der Akutphase Antikoagulation mit Heparinen oder direkten oralen Antikoagulanzien, Thrombolyse bei Patient*innen im Schock. Rezidivprophylaxe im Allgemeinen mit Vitamin-K-Antagonisten oder direkten oralen Antikoagulanzien, bei Tumorpatient*innen primär mit niedermolekularem Heparin.

Allgemeine Informationen

Definition, klinische Problematik

Häufigkeit

Ätiologie und Pathogenese

Prädisponierende Faktoren

ICPC-2

ICD-10

Diagnostik

Bestimmung der klinischen Wahrscheinlichkeit einer Lungenembolie: Wells-Score

Weiteres diagnostisches Vorgehen

Differenzialdiagnosen

Untersuchungen in der Hausarztpraxis

Wert verschiedener diagnostischer Verfahren

Indikationen zur Klinikeinweisung

Therapie

Therapieziele

Therapieoptionen in der akuten Phase

Risikostratifizierung

Therapiestrategie in Abhängigkeit vom Risiko

Sekundärprophylaxe mit Vitamin-K-Antagonisten oder NOAK

Dauer der Antikoagulation

Antagonisierung von Blutungen

Hausärztliche Beratung für antikoagulierte Patient*innen in zahnärztlicher Behandlung

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlauf

Komplikationen

Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen

Worüber sollten Sie die Patient*innen informieren?

Patienteninformationen in Deximed

Weitere Informationen

Illustrationen

Quellen

Leitlinien

Literatur

Autor*innen

  • Michael Handke, Prof. Dr. med., Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Intensivmedizin, Freiburg i. Br.
  • Marlies Karsch-Völk, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, München
  • Guido Schmiemann, Dr. med., Facharzt für Allgemeinmedizin, Bremen (Review)