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Rheumatisches Fieber

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Definition:
Autoimmun vermittelte Erkrankung, die postinfektiös nach einer Infektion mit Gruppe-A-Streptokokken (GAS) auftritt. Durch Kreuzreaktion mit körpereigenem Gewebe („molekulares Mimikry") kommt es zu einer systemischen Entzündungsreaktion mit möglicher Gelenk-, Herz- und ZNS-Beteiligung.
Häufigkeit:
In westlichen Industrienationen inzwischen sehr selten, in Entwicklungs- und Schwellenländern häufige Erkrankung mit relevanter Morbidität und Mortalität. Der Erkrankungsgipfel liegt zwischen dem 5. und 15. Lebensjahr.
Symptome:
Akute fieberhafte Erkrankung etwa 2–3 Wochen nach Atemwegsinfekt mit allgemeiner Schwäche, schmerzhafter Polyarthritis, Hautveränderungen, eingeschränkter körperlicher Belastbarkeit, unwillkürlichen, überschießenden Bewegungen (Chorea minor).
Befunde:
Diagnosestellung mittels Jones-Kriterien: Pankarditis, Polyarthritis, Chorea minor, Erythema marginatum sowie subkutane Knötchen. Häufig begleitend Arthralgien, Fieber, BSG- und CRP-Erhöhung.
Diagnostik:
Klinische Diagnose unterstützt durch Labordiagnostik, Erregernachweis, EKG, Echokardiografie, ggf. Gelenksonografie.
Therapie:
Antibiotische Therapie (Penicillin), symptomatische Therapie mit NSAR, ggf. Prednisolon. Antibiotische Rezidivprophylaxe, ggf. Endokarditis-Prophylaxe.

Allgemeine Informationen

Definition

Häufigkeit

Ätiologie und Pathogenese

Prädisponierende Faktoren

ICPC-2

ICD-10

Diagnostik

Diagnostische Kriterien

Differenzialdiagnosen

Anamnese

Klinische Untersuchung

Ergänzende Untersuchungen

Diagnostik bei Spezialist*innen

Indikationen zur Überweisung

Therapie

Therapieziele

Allgemeines zur Therapie

Weitere Therapien

Prävention

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlauf

Komplikationen

Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen

Patienteninformationen in Deximed

Quellen

Leitlinien

RKI-Ratgeber

Literatur

Autor*innen

  • Jonas Klaus, Arzt, Freiburg im Breigau