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Angina pectoris – wann sollten Sie ärztliche Hilfe suchen?

Wenn Sie Schmerzen in der Brust spüren, die Ihrer Meinung nach vom Herzen kommen, sollten Sie dies sofort ärztlich untersuchen lassen.

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Neue Brustschmerzen

Wenn Sie Schmerzen in der Brust spüren, von denen Sie glauben, dass sie vom Herzen kommen, sollten Sie dies sofort ärztlich untersuchen lassen. Sind die Beschwerden mäßig, können Sie zuerst Ihren Hausarzt kontaktieren. Wählen Sie den Notruf 112 bei starken Brustschmerzen, Atemnot und wenn Sie das Gefühl haben, dringend Hilfe zu benötigen.

Wenn Sie Beschwerden oder Schmerzen empfinden, die Sie als bedrohlich empfinden, warten Sie nicht auf ein selbstständiges Abklingen, sondern führen Sie lieber ein Telefongespräch zu viel. Sollte die Ursache ein Herzinfarkt sein, ist keine Zeit zu verlieren. Mit einer schnellen Behandlung kann das Ausmaß eines Infarkts oft noch begrenzt werden. Warten Sie daher nicht, dass sich eine Arzt telefonisch zurückmeldet, sondern rufen Sie im Zweifel den Notruf 112. Wenn der Notruf-Alarmempfänger die Situation als nicht akut beurteilt, können Sie an diensthabende Ärzte oder offene Sprechstunden verwiesen werden.

Bei vorbestehender Angina pectoris

Wenn dies nicht Ihr erster Angina pectoris Anfall ist und er den früheren Anfällen gleicht, brauchen Sie eventuell keine Hilfe zu suchen. In diesen Fällen folgen Sie den bisherigen Ratschlägen: Unterbrechen Sie die auslösende Aktivität, setzen Sie sich hin und nehmen Sie Ihr Nitro-Medikament ein.

Nehmen Sie Kontakt mit ärztlichem Personal auf, wenn die Schmerzen oder das Unwohlsein vom bisher bekannten Muster abweichen oder stärker als erwartet sind. Zum Beispiel

  • wenn der Anfall bereits durch geringere Anstrengung ausgelöst wird,
  • wenn der Anfall im Ruhezustand auftritt,
  • wenn Ausruhen keine Besserung bringt,
  • wenn Nitroglyzerin nicht hilft
  • wenn ungewohnte Beschwerden wie Atemnot oder Übelkeit hinzukommen.

Lieber auf Nummer sicher gehen

Wenn Sie auch nur den geringsten Zweifel haben, sollten sie sich mit medizinisch ausgebildetem Personal in Verbindung setzen. Dafür gibt es den Notruf 112 – und nicht nur für Unfälle und Verletzungen! Wenn Sie glauben, dass Ihre Beschwerden vom Herzen kommen, sollten Sie nicht allein oder selbständig zum Krankenhaus/Arzt fahren. Rufen Sie lieber die 112 an und lassen Sie sich mit dem Krankenwagen abholen. Wenn Sie sich ans Steuer setzen, gefährden Sie nicht nur sich selbst, sondern auch alle anderen Verkehrsteilnehmer.

Wenn Sie zwar keine akuten Brustschmerzen haben, aber eine Herzerkrankung befürchten, sollten Sie dies mit Ihrem Hausarzt bei nächster Gelegenheit besprechen. Sie können dann gemeinsam beschließen, welche Untersuchungen nötig sind und mit welchen Maßnahmen Sie der Erkrankung am besten vorbeugen können.

Weiterführende Informationen

Autoren

  • Dietrich August, Arzt, Freiburg im Breisgau