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Anthrax (Milzbrand)

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Definition:
Infektion der Haut oder Lunge durch das Bakterium Bacillus anthracis.
Häufigkeit:
Tritt in Deutschland äußerst selten auf; es kann aber unter Drogenabhängigen zu lokal begrenzte Ausbrüche kommen.
Symptome:
Bei der Hautinfektion (95 %) ist die Bildung von Vesikeln und Wunden sowie eines schwarzen Schorfs (Eschar) das am häufigsten auftretende Symptom. Das Einatmen der Bakterien führt zu einer Infektion der Lunge, die sich als Husten, Dyspnoe und Sepsis manifestiert.
Befunde:
Typische, mit Schorf bedeckte Wunden der Haut; bei Infektion der Lunge häufig dramatischer Verlauf mit Atembeschwerden und Sepsis.
Diagnose:
Nachweis des Bakteriums im Wundsekret oder in Körperflüssigkeiten.
Behandlung:
Die Hautinfektion ist in der Regel harmlos, wird aber mit Antibiotika behandelt. Der Lungenmilzbrand zeigt häufig einen schweren Verlauf und macht eine stationäre intensivmedizinische Behandlung erforderlich.
  1. Robert Koch Institut. Infektionsepidemiologisches Jahrbuch 2014, Berlin. (Zugriff 01.12.2015) www.rki.de  
  2. Blystad H. Miltbrannutbrudd blant stoffmisbrukere i Skottland. MSIS-rapport 2010; 38:1.
  3. Rhie GE, Roehrl MH, Mourez M, Collier RJ, Mekalanos JJ, Wang JY. A dually active anthrax vaccine that confers protection against both bacilli and toxins. Proc Natl Acad Sci USA 2003; 100: 10925 - 30. PubMed  
  4. Donegan S, Bellamy R, Gamble CL. Vaccines for preventing anthrax. Cochrane Database of Systematic Reviews 2009, Issue 2. Art. No.: CD006403. DOI: 10.1002/14651858.CD006403.pub2. DOI  
  5. Ringertz SH, Høiby EA, Jensenius M, Mæhlen J, Caugant DA, Myklebust A, Fossum K. Injectional anthrax in a heroin skin-popper. Lancet 356: 1574-1575, 2000.
  • Nicola Herzig, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Sandnes (Norwegen)
  • Birgitta Evengård, professor och överläkare, Infektionskliniken, Norrlands Universitetssjukhus, Umeå
  • Signe Holta Ringertz, avdelningsöverläkare, professor, Bakteriologisk laboratorium, Aker sykehus och Universitetet i Tromsø
  • Ingard Løge, specialist i allmänmedicin, Inst. for samfunnsmedisinske fag, Norges teknisk-naturvitenskapelige universitet, Trondheim