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Katzenkratzkrankheit

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Definition:
Infektion mit dem Bakterium  Bartonella henselae infolge einer Kratz- oder Bissverletzung durch eine Katze.
Häufigkeit:
Zur Verbreitung der Erkrankung in Deutschland liegen keine Angaben vor. Für die USA ist eine Inzidenz von 9 auf 100.000 Personen pro Jahr angegeben.
Symptome:
3–10 Tage nach der Kratz-/Bissverletzung bricht die Erkrankung mit einer oder mehreren 3–5 mm großen rot-braunen Papeln an der Kontaktwunde aus, die sich im Verlauf zu Pusteln entwickeln. Bei einem Teil der Patienten treten außerdem Allgemeinsymptome wie Fieber, Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen auf.
Befunde:
Im weiteren Verlauf lokale Lymphknotenschwellung. Diese Lymphadenitis tritt erst nach dem Abklingen der Hautveränderungen zutage.
Diagnostik:
Eine serologische Untersuchung kann infrage kommen, weist aber eine niedrige Spezifität auf, da in vielen asymptomatischen Fällen ein positives Testergebnis erzielt wird.
Therapie:
In der Regel heilt die Erkrankung nach 2–8 Wochen aus und bedarf keiner Therapie; ggf. sind Antibiotika zu verabreichen.
  • Marlies Karsch-Völk, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, München (Revision)
  • Nicola Herzig, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Sandnes (Norwegen)
  • Birgitta Evengård, professor och överläkare, Infektionskliniken, Norrlands Universitetssjukhus, Umeå
  • Ingard Løge, spesialist allmennmedisin, universitetslektor, institutt for sammfunsmedisinske fag, NTNU, redaktør NEL