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Bakterielle Meningitis

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Definition:
Eine bakterielle Meningitis bzw. Meningoenzephalitis ist eine schwerwiegende Infektion der Hirnhäute (Meningen) und des Hirngewebes (Enzephalon).
Häufigkeit:
Hohe regionale Variabilität. 1–3 Fälle pro 100.000 Einw. pro Jahr in Europa. Inzidenz der Meningokokken-Meningitis < 0,4 Fälle pro 100.000 Einw. pro Jahr in Deutschland.
Symptome:
Klassische Symptome umfassen hohes Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen und Meningismus; ggf. Bewusstseinsstörung, Verwirrtheit, epileptische Anfälle, Hirnnervenausfälle.
Befunde:
Meningismus, Fieber, reduzierter Allgemeinzustand, Vigilanzminderung, Hirnnervenausfälle, Sepsis, Schock, petechiales Hautexanthem als Hinweis auf Meningokokken.
Diagnostik:
Lumbalpunktion und Liquordiagnostik, Blutkulturen, Routinelabor, zytologischer oder kultureller Erregernachweis, zerebrale Bildgebung (CT/MRT), ggf. weitere Diagnostik.
Therapie:
Stationäre, ggf. intensivmedizinische Therapie. Frühzeitige, initial empirische Antibiotikatherapie entscheidend. Supportive Maßnahmen und Behandlung von Komplikationen. Erkrankung abhängig vom Erreger impfpräventabel.
  • Thomas M. Heim, Dr. med., Wissenschaftsjournalist, Freiburg
  • Jonas Klaus, Arzt, Freiburg im Breisgau