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Bandwurminfektion

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Definition:
Befall durch als Zwitter lebenden Plattwurm, der als adulter Parasit im menschlichen Verdauungstrakt auftreten kann. Von Bedeutung ist vor allem der Rinderbandwurm (Taenia saginata). Die Zystizerkose durch Larven des Schweinebandwurms ist in Europa eine Rarität. Die Echinokokkose (Fuchs- und Hundebandwurm) wird in einem separaten Artikel behandelt.
Häufigkeit:
In Deutschland heute eher selten, durch Verzehr von rohem/halbgarem Rindfleisch jedoch weiterhin vorkommend.
Symptome:
Die meisten Personen mit Bandwurmbefall zeigen bis auf unspezifische Symptome und ggf. der Ausscheidung von Proglottiden (Bandwurmgliedern) keine Symptome.
Befunde:
Der Befall wird in der Regel entdeckt, wenn Patienten entsprechende Spuren im Stuhl oder an Unterwäsche und Bettzeug finden.
Diagnostik:
Die Mikroskopie von Stuhlproben ist fehleranfällig.
Therapie:
Anthelminthika. 1. Wahl Niclosamid, Alternativ Mebendazol. Praziquantel bei Zystizerkose.
  • Caroline Beier, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Hamburg
  • Urban Hellgren, docent och överläkare, Infektionskliniken, Karolinska universitetssjukhuset, Sverige (Medibas)
  • Terje Johannessen, professor i allmennmedisin, Institutt for samfunnsmedisinske fag, Norges teknisk-naturvitenskapelige universitet, Trondheim