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Flussblindheit (Onchozerkose)

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Definition:
Eine chronische Filariose-Erkrankung, verursacht durch Onchocerca volvulus, bei der die Mikrofilarien eine Augenentzündung auslösen, die zur Erblindung führen kann.
Häufigkeit:
Mehr als 30 Mio. Menschen in Afrika (Subsahara, Jemen) und Lateinamerika sind infiziert.
Symptome:
Sehr schwere Infektionen führen zu chronischem Juckreiz, Hautläsionen, Sehstörungen und in einigen Fällen zur Blindheit.
Befunde:
Klinische Befunde sind Hautmanifestationen, Lymphadenopathie und Veränderungen an den Augen.
Diagnostik:
Die Diagnose wird aufgrund der Hautbiopsie gestellt, bei der die Mikrofilarien nachgewiesen werden.
Therapie:
Die Behandlung ist eine Kombination aus vorbeugenden Maßnahmen gegen die Ausbreitung, der Massenbehandlung in endemischen Gebieten und der individuellen Behandlung von infizierten Menschen mit Ivermectin in Kombination mit Doxycyclin.
  • Claudia Wengert, Dr. med., Fachärztin für Innere Medizin, Geriatrie und Palliativmedizin, Hamburg
  • Birgit Wengenmayer, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Freiburg