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Schistosomiasis

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Definition:
Über Süßgewässer verbreitete Wurmerkrankung, bei der die Larve die Haut der Menschen penetriert und Eier im Gewebe ablegt.
Häufigkeit:
In den Tropen weit verbreitet mit über 200 Mio. Betroffenen, in Deutschland nur sporadisch bei Migrant*innen oder Tourist*innen.
Symptome:
Im Akutstadium Dermatitis an Eintrittsstelle und Fieber, später Organkomplikationen durch immunvermittelte Entzündungsreaktion auf die im Gewebe abgelegten Eier.
Befunde:
Hepatosplenomegalie, Lymphadenopathie, systemische Entzündungsreaktion mit Fieber und Abgeschlagenheit.
Diagnostik:
Goldstandard Ei-Nachweis im Urin oder Stuhl, zudem Serologie auf Antikörper.
Therapie:
Medikamentöse Therapie mit Praziquantel im chronischen Stadium, im akuten Stadium symptomatische Therapie in einem tropenmedizinischen Zentrum.
  • Lino Witte, Dr. med., Arzt in Weiterbildung, Innere Medizin, Frankfurt