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Zerkariendermatitis

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Definition:
Juckender Ausschlag infolge einer Lokalreaktion auf Larven von Saugwürmern, die beim Baden in Süßwasser die Haut zu durchdringen versuchen. Nach vorheriger Sensibilisierung kann es zu einem generalisierten Ausschlag kommen.
Häufigkeit:
Zerkarien leben meist in Süßwasser mit einer Temperatur von etwa 20 °C. Sie halten sich in flachen Gewässern auf. Weltweit wird eine zunehmende Häufigkeit beobachtet.
Symptome:
Einige Minuten bis 1 Stunde nach Verlassen des Gewässers kann eine lokale Reaktion mit Quaddeln und Pusteln auftreten. Bei wiederholter Exposition sind häufig stärkere Reaktionen wie ein generalisiertes Exanthem nach 10–24 Stunden möglich.
Befunde:
Neben typischen, mückenstichähnlichen Ausschlägen treten manchmal auch Allgemeinsymptome sowie Schwellungen an Armen oder Beinen auf.
Diagnostik:
Anamnese und typischer Befund. Ein mikroskopischer Nachweis der Zerkarien kann bei Entnahme von Schnecken aus dem Gewässer erfolgen, die als Zwischenwirte fungieren.
Therapie:
Die Erkrankung ist harmlos und heilt innerhalb von 10–20 Tagen aus; bei Bedarf erfolgt eine symptomatische Therapie.
  • Marlies Karsch-Völk, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, München
  • Susanne Schlesinger, Ärztin in Weiterbildung Allgemeinmedizin, Freiburg/Br.