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Chagas-Krankheit

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Definition:
Durch den Parasiten Trypanosoma cruzi verursachte und über Wanzen übertragene Infektionskrankheit. Die Erkrankung verläft in drei Phasen. Bei 20–30 % der unbehandelten Patienten verläuft die Infektion chronisch.
Häufigkeit:
Tritt vor allem in Lateinamerika auf. Es wird angenommen, dass etwa 7–18 Mio. Menschen infiziert sind; Kinder sind am häufigsten betroffen.
Symptome:
Die Beschwerden in der akuten Phase betreffen häufig Augen oder Haut (Chagom), es kommen Fieber, Müdigkeit und Kopfschmerzen hinzu.
Befunde:
Als klinische Befunde in der akuten Phase können Myokarditis, Megakolon/-ösophagus und generalisierte Lymphadenopathie vorliegen. Im chronischen Stadium dilatative Kardiomyopathie, Megakolon.
Diagnostik:
Die Diagnosestellung erfolgt mithilfe von parasitologischen und serologischen Methoden.
Therapie:
Zur Behandlung der Chagas-Krankheit werden die Triazolderivate Nifurtimox und Benznidazol verwendet. Die Behandlung ist besonders in der akuten Phase wirksam, jedoch können die Symptome auch bei Erwachsenen mit einer chronischen Form der Erkrankung durch eine Behandlung gelindert werden.
  • Birgit Wengenmayer, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Freiburg
  • Saskia von Sanden, Dr. med. M. A., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Baden-Baden
  • Tor André Johannessen, Arzt, Trondheim (Anpassung an NEL)
  • Urban Hellgren, docent och överläkare, Infektionskliniken, Karolinska universitetssjukhuset (Medibas)