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Dengue-Fieber

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Definition:
Das Dengue-Fieber ist eine durch das Dengue-Virus verursachte Viruserkrankung, die durch Gelbfieber- oder Tigermücken übertragen wird.
Häufigkeit:
Sie kommt in über 100 tropischen und subtropischen Ländern vor; jährlich wird von bis zu 100 Mio. Erkrankungen ausgegangen.
Symptome:
Das klassische Dengue-Fieber verursacht eine grippeähnliche Erkrankung mit Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen sowie Erythem und Exanthem. Beim hämorrhagischen Dengue-Fieber kommt es außerdem zu Ekchymosen.
Befunde:
Fieber. Evtl. geschwächter Allgemeinzustand. Bei der Hälfte der Fälle tritt ein Exanthem auf. Bei hämorrhagischem Dengue-Fieber entstehen auch Ekchymosen und evtl. innere Blutungen.
Diagnostik:
Nichtstrukturproteine sind ab dem 1. Fiebertag nachweisbar. IgM-Schnelltests fallen ca. ab dem 5. Tag positiv aus. Die serologische Untersuchung wird durch ein entsprechendes Labor durchgeführt.
Therapie:
Die symptomatische Behandlung umfasst die Versorgung mit Flüssigkeit sowie ggf. die Gabe von Paracetamol zur Schmerzlinderung. Bei hämorrhagischem Dengue-Fieber ist die Einweisung in ein Krankenhaus notwendig. Ein Impfstoff zur Prophylaxe ist seit 2018 für Personen zugelassen, die in einem Endemiegebiet leben, und die früher bereits eine im Labor nachgewiesene Dengue-Infektion hatten.
  • Thomas M. Heim, Dr. med., Wissenschaftsjournalist, Freiburg
  • Birgit Wengenmayer, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Freiburg