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Leptospirose

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Definition:
Die Leptospirose ist eine Zoonose, die durch Bakterien der Familie der Leptospiren verursacht wird. Die Übertragung erfolgt durch infizierte Tiere und ihren Urin, am häufigsten Nagetiere wie Ratten und Mäuse.
Häufigkeit:
Die Erkrankung kommt weltweit vor, insbesondere in den Tropen und Subtropen.
Symptome:
In der Mehrzahl der Fälle milder Verlauf mit grippeartigen Symptomen und hohem Fieber, teilweise aber auch schwere Verläufe, die verschiedene Organsysteme betreffen und tödlich verlaufen können.
Befunde:
Die klinische Untersuchung kann unauffällig sein. Möglich sind z. B. Fieber, Konjunktivitis, Exanthem, Ikterus, Hepatosplenomegalie, Hämorrhagien, neurologische Symptome oder auffälliger pulmonaler Auskultationsbefund.
Diagnostik:
Erhöhte Entzündungsparameter, Leukozytose, ggf. Thrombopenie, Hyperbilirubinämie, erhöhte Retentionswerte. Diagnose mittels direktem (Kultur, PCR) oder indirektem (Serologie) Erregernachweis.
Therapie:
In der Regel Behandlung mit Antibiotika.
  • Anneke Damberg, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Berlin