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Malaria

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Definition:
Malaria ist eine Infektionskrankheit, die durch Protozoen der Gattung Plasmodium ausgelöst wird. Die Erkrankung wird durch den Stich der Anopheles-Mücke übertragen.
Häufigkeit:
2019 erkrankten schätzungsweise rund 229 Mio. Menschen weltweit an Malaria, 409.000 Menschen starben an der Erkrankung. In Deutschland werden ca. 1000 Krankheitsfälle jährlich gemeldet.
Symptome:
Eine Infektion mit Malaria äußert sich durch Fieberschübe, die in einigen Fällen auch periodisch auftreten können. Weitere häufige Symptome sind Kopfschmerzen, Myalgien und Arthralgien. Ausgeprägte Symptome, wie zentralnervöse Symptome oder Schock, sowie unregelmäßige fieberhafte Temperaturen können auf eine Malaria tropica hinweisen.
Befunde:
Im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf kann es neben Fieber zu Bewusstseinsstörungen, Splenomegalie, Ikterus und Hepatomegalie kommen.
Diagnostik:
Die Diagnose erfolgt durch den mikroskopischen Erregernachweis im sog. „dicken Tropfen“ und im Blutausstrich. Sollte bei jedem an Fieber Erkrankten, der sich in den letzten 4 Monaten in einem Malaria-Endemiegebiet aufgehalten hat, durchgeführt werden.
Therapie:
Die Behandlung der Malaria erfolgt medikamentös je nach Schweregrad der Erkrankung (unkomplizierte/komplizierte Malaria). Es kommen verschiedene Medikamente zur Anwendung, die den Reifeprozess des Parasiten in den Erythrozyten hemmen. Malaria-Prophylaxe.
  • Kristine Scheibel, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Norderney
  • Birgit Wengenmayer, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Freiburg