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Autismus

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Definition:
Der Autismus ist durch schwere dauerhafte Störungen der Kontaktaufnahme gekennzeichnet, die bereits im frühkindlichen Alter auftreten. Als Ursachen scheinen bisher noch nicht identifizierte genetische Anomalien die größte Rolle zu spielen. Es besteht ein erhöhtes Autismusrisiko, wenn Geschwister oder die Eltern eine psychische Erkrankung (insbesondere Autismus) aufweisen.
Häufigkeit:
Die Angaben zur Prävalenz variieren stark und liegen im Bereich von 1–21/10.000. Jungen sind 3- bis 4-mal häufiger betroffen als Mädchen.
Symptome:
Bereits im Alter von 14 Monaten ist unter anderem zu beobachten, dass das Kind auffallend still ist, andere Personen nicht ansieht, um Interesse mitzuteilen, und kein Interesse an anderen Kindern zeigt.
Untersuchung:
Das Seh- und Hörvermögen des Kindes sollten überprüft und eine neurologische Untersuchung durchgeführt werden.
Diagnostik:
Bestandteil der Diagnostik sind neuropsychologische Tests, eine Erhebung der sozialen Entwicklung, der Sprachentwicklung und der Entwicklung von Spielverhalten und Interessen, eine Chromosomenuntersuchung und ein Stoffwechsel-Screening.
Therapie:
Es gibt keine kurative Therapie. Die Behandlung zielt darauf ab, eine möglichst hohe Funktionsfähigkeit zu erreichen, etwa indem das Kind die Deutung nonverbaler Kommunikation und „Regeln“ für die soziale Interaktion erlernt.
  • Eili Sponheim, overlege, Senter for barne- og ungdomspsykiatri, Oslo
  • Maria Unenge Hallerbäck, med dr och överläkare, Barn och ungdomspsykiatrin, Division Psykiatri, Landstinget i Värmland (Medibas)
  • Grete Dyb, barnepsykiater, Barne- og ungdomspsykiatrisk klinikk, St.Olavs hospital, Universitetssykehuset i Trondheim, Helse Midt-Norge