Posttraumatische Belastungsstörung bei Kindern und Jugendlichen (PTSD)

Zusammenfassung

  • Definition: Verzögerte oder langanhaltende Reaktion auf ein belastendes Lebensereignis oder eine Situation außergewöhnlich bedrohlicher oder katastrophaler Art, das wahrscheinlich bei den meisten Menschen starkes Unbehagen ausgelöst hätte.
  • Häufigkeit: Die Lebenszeitprävalenz variiert in den verschiedenen Studien zwischen 1 und 14 % in der allgemeinen Bevölkerung.
  • Symptome: Die Symptome können psychosomatische Reaktionen, Müdigkeit, Reizbarkeit, eine geringe Frustrationsschwelle, Aggressivität, evtl. Hyperaktivität sein.
  • Befunde: Neben den genannten Symptomen gibt es keine spezifischen klinischen Befunde.
  • Diagnose: Normalerweise sind keine anderen Untersuchungen erforderlich.
  • Therapie: Die traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie gilt bis heute als am besten validierte Therapieform.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Die Posttraumatische Belastungsstörung ist eine spezifische Form einer Traumafolgestörung.
  • Verwandte Störungsbilder sind:1
    • Akute Belastungsreaktion ICD10: F 43.0
    • Anpassungsstörung ICD10: F 43.2
    • Andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung ICD10: F 62.0
  • Die umfangreichen Folgen, einer durch Traumatisierung gestörten Persönlichkeitsentwicklung, werden unter den Begriffen „Komplexe Traumafolgestörung", „Developmental Trauma Disorder" oder „Komplexe Präsentation einer Posttraumatischen Belastungsstörung" diskutiert.1
  • Weitere Traumafolgestörung sind:1
    • Dissoziative Störungsbilder F 44
    • Somatoforme Schmerzstörung F45.4
    • Emotional Instabile Persönlichkeitsstörung (Borderline) F 60.3
  • Weitere Störungen, bei denen traumatische Belastungen maßgeblich mitbedingend sind:1
    • Dissoziale Persönlichkeitsstörung F 60.2
    • Essstörungen F 50
    • Affektive Störungen F 32, 33, 34
    • Substanzabhängigkeit F 1
    • Somatoforme Störungen F 45
  • Verzögerte oder langanhaltende Reaktion auf ein belastendes Lebensereignis oder eine Situation außergewöhnlich bedrohlicher oder katastrophaler Art, das wahrscheinlich bei den meisten Menschen starkes Unbehagen ausgelöst hätte.2-4
  • Die Exposition mit dramatischen Ereignissen in der Kindheit kann sowohl in der Kindheit als auch im Erwachsenenalter schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben.
  • Die Symptome lassen sich in drei Gruppen einteilen:
    • Das traumatische Ereignis wird anhaltend wiedererlebt.
    • Eindrücke, die mit dem Trauma assoziiert werden, werden dauerhaft vermieden.
    • Anhaltende Symptome einer verstärkten Aktivierung.
  • Bei Kindern beobachtet man Spiele, in denen die Themen und Aspekte des Ereignisses zum Ausdruck kommen. Außerdem kommt es zu generellen nächtlichen Albträumen und psychosomatischen Symptomen.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose