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Tics und Tourette-Syndrom

Bestimmte sog. Tics – plötzliche, unwillkürliche Bewegungen oder Laute – können bei vielen Personen auftreten, stellen keine Krankheit dar und sind meist auch nicht belastend. Beim Tourette-Syndrom jedoch kommt es für mindestens 12 Monate immer wieder mehr oder weniger ausgeprägt zu verschiedenen motorischen und vokalen Tics (Laute). Dies ist für die Betroffenen in der Regel sehr unangenehm; häufig sind damit andere psychische Krankheiten verbunden.

Zuletzt revidiert:


Was sind Tics und das Tourette-Syndrom?

Definition

Tics sind plötzliche, nicht-rhythmische unwillkürliche Bewegungen (motorische Tics) oder Töne (vokale Tics) wie Räuspern, Husten, Fluchen und die Wiederholung bestimmter Wörter.  Bei etwa 15–25 % aller Kinder lassen sich Tics beobachten, sie ziehen beispielsweise wiederholt die Augenbrauen hoch, blinzeln ohne Ursache verstärkt oder machen andere einfache Bewegungen, die keinen Zweck verfolgen, aber nicht zu unterdrücken sind.

Symptome

Tics

Tics können immer mal wieder vorkommen. Dauern sie bei Kindern oder Jugendlichen mindestens 4 Wochen, aber weniger als 12 Monate an, wird dies als vorübergehende Tic-Störung bezeichnet. Die Diagnose „chronische Tic-Störung“ wird gestellt, wenn Betroffene einen bestimmten Tic über eine längere Zeit immer wieder zeigen.

Vier Haupttypen von Tics werden unterschieden:

  1. Einfache motorische Tics (z. B. Zwinkern, Schulternhochziehen, Grimassenschneiden). Meist ist ein einzelner Muskel betroffen und die Bewegungen werden häufig nicht bemerkt.
  2. Komplexe motorische Tics (z. B. zwanghaftes Berühren des eigenen oder eines fremden Körpers oder Spucken). Etwas koordiniertere Bewegungen, die normalen Bewegungen ähneln und häufig ohne Zusammenhang oder in unpassenden Situationen auftreten. Kopropraxie (unwillkürliche, obszöne Gesten wie Herausstrecken der Zunge, Masturbationsbewegungen) und Echopraxie (Nachahmen von Handlungen) werden als besonders belastend empfunden.
  3. Einfache vokale Tics (z. B. Schmatzen, Grunzen, Pfeifen). Sind häufig bedeutungslose Äußerungen oder Geräusche, die betroffene Personen zu verbergen versuchen.
  4. Komplexe vokale Tics (Wörter und Sätze). Hierbei kann es sich um eine Wiederholung spezieller, in einigen Fällen sozial inakzeptabler, häufig obszöner Wörter (Koprolalie, tritt bei 15 % der Patient*innen auf) oder eine Wiederholung von Geräuschen oder Wörtern (Palilalie) handeln.

Tics können durch starke Konzentration unterdrückt oder abgeschwächt werden. Die anhaltende Unterdrückung von Tics kann jedoch eine innere Spannung aufbauen, die zu noch stärkeren Tics oder Ausbrüchen von Tics führen kann. Unterdrückte Tics können sich z. B. freisetzen, wenn die betroffenen Kinder oder Jugendlichen von der Schule nach Hause kommen. Unter Stress, Erschöpfung oder Aufregung steigt das Auftreten von Tics in der Regel, bei manchen Menschen aber auch durch Entspannung. Tics oder Tourette können sich vor der Ausführung durch eine Art Dranggefühl ankündigen, sodass eine Unterdrückung kaum möglich ist.

Tourette-Syndrom

Bei einem Tourette-Syndrom liegen mehrere motorische und mindestens ein vokaler Tic vor, die Diagnose wird bei unter 18-Jährigen gestellt, und die Symptome halten länger als 1 Jahr an. Die Erkrankung wurde erstmals von Georges Gilles de la Tourette im Jahr 1885 beschrieben.

Mehr als die Hälfte der Kinder mit Tourette-Syndrom leiden oft gleichzeitig an einer psychiatrischen Erkrankung, z. B.:

  • ADHS (eher bei Jungen)
  • Zwangsstörung (eher bei Mädchen)
  • DepressionenAngst und Verhaltensstörungen: Sie können belastender sein als die Tics, oder sie können die Symptome der Tics verschlimmern.

Auswirkungen auf das soziale Umfeld

ADHS kann die schulischen Leistungen beeinträchtigen. Kinder können Schwierigkeiten mit dem eigenen Antrieb haben oder damit, etwas zu planen, sich zu strukturieren und Prioritäten zu setzen, wie etwa bei Schularbeiten oder Projekten.

Die geistigen Fähigkeiten entsprechen bei Menschen mit Tourette-Syndrom meist dem Durchschnitt der Bevölkerung. Tics und andere psychiatrische Erkrankungen können allerdings zu schlechten Noten und disziplinarischen Maßnahmen in der Schule führen. Daraus kann sich ein sozialer Rückzug bzw. Isolation entwickeln und zusätzlich ein negatives Selbstwertgefühl.

Ursachen

Die Erkrankung beginnt in der Kindheit, es handelt sich wahrscheinlich um eine Störung mit biologischen, genetischen sowie teilweise Veränderungen im Gehirn, die sich bilddiagnostisch feststellen lassen. In vielen Fällen ist handelt es sich um eine erbliche Erkrankung, bei der weitere ähnliche Krankheitsfälle in der Familie auftreten.

Häufigkeit

Die Erkrankung tritt im Alter von 5–6 Jahren erstmals auf, erreicht ihr Maximum im Alter von 10–12 Jahren.

Tics

Vorübergehende Tics sind normal und treten bei 15‒25 % aller Kinder auf. Etwa die Hälfte bis 3/4 der Kinder und Jugendlichen erleben eine Besserung der Tics bis zum Alter von 18 Jahren. Unklar ist, welche Faktoren bestimmen, ob die Tics im Erwachsenenalter anhalten oder verschwinden.

Tourette-Syndrom

Die Häufigkeit beträgt in den meisten Ländern etwa 1 % in der Altersgruppe 5‒18 Jahre. Die Erkrankung tritt bei Jungen etwa 3- bis 4-mal häufiger auf als bei Mädchen.

Untersuchungen

Anamnese

In einem ausführlichen Gespräch mit den Betroffenen ihren Angehörigen können Ärzt*innen folgende Fragen stellen:

  • Inwieweit behindern die Symptome die Fähigkeiten im Hinblick auf Familie, Schule/Arbeit und Freund*innen?
  • Werden die Symptome als belastend empfunden?
  • Gibt es weitere Symptome wie Zwangs- und/oder Verhaltensstörungen?
  • Gibt es weitere Symptome in Form von Aufmerksamkeitsdefizitstörungen und/oder Lernschwierigkeiten?
  • Gibt es weitere Symptome in Form von Traurigkeit/Depressionen?
  • Gibt es auslösende Faktoren/Trigger?
    • Häufig verschlechtern sich Tics in Stresssituationen, eine Verschlechterung bei Entspannung ist ebenfalls möglich. Es kann daher sinnvoll sein, festzustellen, ob Betroffene auf bestimmte Situationen mit einer Zunahme der Tics reagieren (individuelle Trigger oder Auslöser).
  • Wie war die Entwicklung des Kindes?
  • Was sind die persönlichen Stärken der betroffenen Person?
  • Gab es in der Vergangenheit irgendwelche Erkrankungen?
  • Gibt es ähnliche Erkrankungen und ggf. andere Entwicklungsstörungen in der Familie?
  • Können die Tics können über einen kurzen Zeitraum, z. B. bei einer ärztlichen Untersuchung, unterdrückt werden?

Begleitende Krankheiten?

Ebenso wichtig ist die Identifikation anderer Krankheiten oder Beschwerden, die parallel zu Tics oder Tourette auftreten können:

  • Zwangsstörungen (Zwangsvorstellungen und -handlungen) oder Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, Impulsivität und Reizbarkeit und Hyperaktivität (ADHS) können bei etwa 50 % beobachtet werden. Auch Lernschwierigkeiten sind häufig.
  • Depressionen sind sehr häufig und haben unterschiedliche Ursachen. Sie können als Folge einer Tic-Störung auftreten. Vor allem Jugendliche mit Tourette-Syndrom können durch depressive Symptome belastet sein, die mit dem Alter zunehmen können. Depressionen können zudem sowohl als Begleitzustand beim Tourette-Syndrom als bisweilen auch in Verbindung mit der medikamentösen Behandlung von Tics (durch Behandlung mit Antipsychotika) auftreten.
  • Tics kommen häufig bei Kindern mit Autismus und bei Kindern mit Problemen in der geistigen Entwicklung vor. Manchmal kann es schwierig sein, stereotype Bewegungen von Tics zu unterscheiden. Umgekehrt können Kinder mit Tourette-Syndrom autistische Züge aufweisen oder eine gleichzeitige Erkrankung aus dem Autismus-Spektrum haben, meistens das Asperger-Syndrom oder hochfunktionalen Autismus.
  • Angst, Verhaltensstörungen, Schlafstörungen.

Körperliche Untersuchung

Eine körperliche und neurologische Untersuchung sollte zum Ausschluss von weiteren Erkrankungen erfolgen. Eventuell wird ein EKG durchgeführt.

Untersuchungen bei Spezialist*innen

Fall es zu Lernschwierigkeiten und/oder Verhaltensauffälligkeiten kommt oder Medikamente notwendig sind, sollte eine Überweisung zu Spezialist*innen erfolgen. Häufig erfolgt eine Zusammenarbeit von Kinder- und Jugendpsychiater*innen oder Kinderärzt*innen, Pädagog*innen und Psycholog*innen. Hier können weitere Untersuchungen gemacht werden (z. B. spezielle Fragebögen). Normalerweise ist keine bildgebende Diagnostik erforderlich, doch bei Ungewissheit über eine neurologische Grunderkrankung werden CT oder MRT durchgeführt.

Die endgültige Diagnose erfordert oft die Zusammenarbeit zwischen der Familie und den behandelnden Spezialist*innen.

Behandlung

Allgemeines zur Behandlung

Tic-Störungen lassen sich nicht durch eine Behandlung heilen, aber die Symptome lassen sich oft lindern. Die Diagnose allein sollte keine Behandlung mit Medikamenten nach sich ziehen.

In vielen Fällen reicht sogar eine ausführliche Aufklärung (Psychoedukation) des Kindes und des Umfelds als Behandlung aus, da Tics harmlos und unbeabsichtigt sind:

  • Häufig nimmt die Intensität der Tics ab, nachdem das Kind eine Diagnose erhalten hat, weil dann das Stressniveau sinkt.
  • Vor einer evtl. medizinischen Therapie ist es wichtig, Symptome, Schwankungen, Variationen und Intensität festzustellen und über einige Monate zu beobachten.
  • In leichten Fällen steht im Vordergrund, das Kind, die Familie und Schule/Kindergarten zu informieren.
  • Bei schwerwiegenden Symptomen sollten Ärzt*innen und Eltern mit der Schule und/oder den Schulpsycholog*innen zusammenarbeiten.
  • Entsprechende Vorkehrungen für den Schulalltag können die Symptome reduzieren (kleine Pausen, Möglichkeit, den Tics ungeniert „freien Lauf zu lassen“ etc.).
  • Keine Bestrafungen oder Aufforderungen, „damit aufzuhören“, diese verschlimmern eher die Symptome.

Oft führt eine solche ausführliche Information und Beratung schon zu einer Besserung der Beschwerden.

Psychotherapie

Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie und Familientherapie sind Verfahren, die zur Aufarbeitung von emotionalen Problemen und zur Stressbewältigung hilfreich sind.

Für erwachsene Personen mit Tourette-Syndrom hat sich eine kognitive Verhaltenstherapie bewährt.

Medikamente

Bei besonders schwerwiegenden Verläufen oder bei unzureichendem Ansprechen auf nichtmedikamentöse Therapien können bestimmte Medikamente zum Einsatz kommen. Die Wahl der Medikamente richtet sich danach, was die Betroffenen wünschen und brauchen.

  • Die Wahl der Medikamente ist abhängig davon, welche Symptome die Patient*innen am meisten einschränken (z. B. Tics oder zusätzliche Beschwerden wie Konzentrationsschwierigkeiten, Zwänge etc.).
  • Einige Patient*innen benötigen über Jahre eine symptomatische medikamentöse Therapie der Tics, während andere abgesehen von wichtigen Lebensphasen oder in sozial problematischen Situationen (z. B. bei Mobbing des Kindes in der Klasse oder wenn Jugendliche an einer Theateraufführung etc. teilnehmen sollen) ohne Medikamente klarkommen.
  • Eine medikamentöse Therapie sollte immer von oder in enger Zusammenarbeit mit entsprechenden Fachärzt*innen eingeleitet werden.
  • Alle Therapien beginnen zur Vermeidung/Reduzierung von Nebenwirkungen mit der niedrigstmöglichen Dosis.
  • Kein Medikament, das gegen Tics eingesetzt wird, ist frei von Nebenwirkungen.

Das einzige in Deutschland zur Behandlung von Tic-Störungen zugelassene Medikament ist das Antipsychotikum Haloperidol. Da dies aber meist deutliche Nebenwirkungen bei behandelten Personen hervorruft, werden meist neuere sog. atypische Antipsychotika wie Aripiprazol oder Risperidon eingesetzt. Alternativ kann noch das Medikament Tiaprid eingesetzt werden, das in den Dopaminstoffwechsel eingreift.

Weitere Behandlungen

  • Individuelle Entspannungsübungen und Bewältigungsstrategien zur täglichen Anwendung
  • Eine chirurgische Behandlung mit der sog. „tiefen Hirnstimulation“ kann eine deutliche Wirkung haben, wird aber nur in ganz bestimmten Fällen eingesetzt.

Was können Sie selbst tun?

Machen Sie sich und Ihrem Umfeld, die „Ungefährlichkeit“ und „Unwillkürlichkeit“ der Symptome und der Erkrankung bewusst. Durch Schimpfen und Strafe können die Symptome verschlimmert werden.

Prognose

Die typischen Beschwerden beginnen in der Regel im Alter von etwa 6 Jahren und immer vor dem 18. Lebensjahr. Tics variieren meist sowohl in der Art als auch im Umfang, es kann Zeiten mit mehr oder weniger ausgeprägten Symptomen geben. Zusätzlich zu den Tics treten oft psychiatrische Krankheiten auf. Oft verschlechtern sich die Symptome in der Pubertät, die somit im Hinblick auf das Selbstbild und Verhalten zu einer sensiblen Phase wird. Die Erkrankung kann ein Leben lang bestehen, bei betroffenen Personen bleiben meist nur minimale Symptome im Erwachsenenalter zurück.

Die Prognose hängt weitgehend davon ab, inwieweit es Kinder/Jugendliche schaffen, ein positives Selbstbild zu erhalten, Freundschaften mit Gleichaltrigen aufzubauen und inwiefern auch Begleitsymptome und mögliche andere Erkrankungen bestehen (wie z. B. eine Aufmerksamkeitsstörung und Hyperaktivität).

Weitere Informationen

Autorin

  • Catrin Grimm, Ärztin in Weiterbildung Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Klingenberg a. M.

Quellen

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Tics und Tourette-Syndrom. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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