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Respiratorische Erkrankung durch das Coronavirus SARS-CoV-2 (COVID-19)

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Definition:
Respiratorische Erkrankung durch SARS-CoV-2, COVID-19.
Häufigkeit:
Pandemie.
Symptome:
Variieren zwischen Symptomfreiheit, leichten Erkältungssymptomen, grippeähnlichem Krankheitsbild mit Fieber, Krankheitsgefühl, Husten, evtl. Atemnot, Geruchs- oder Geschmacksstörung, gastrointestinalen Beschwerden oder einem selteneren schweren Krankheitsbild mit Pneumonie, ARDS. Dabei kann es zu Multiorganversagen kommen.
Befunde:
Bei schweren Verläufen akutes respiratorisches Syndrom (mit oder ohne Fieber und Husten), radiologische oder klinische Hinweise auf Pneumonie oder akutes Atemnotsyndrom.
Diagnostik:
Ein RT-PCR-Test kann das Virus nachweisen. Ggf. können Patient*innen den erforderlichen Nasen- und Rachenabstrich selbst durchführen. Antigen-Schnelltests sind in bestimmten Situationen und im Rahmen der 3G-Regel oder 2G-Plus-Regel eine Alternative zur PCR. Serologische Tests sind weder zum Nachweis einer akuten Infektion noch zum sicheren Nachweis von Immunität geeignet. Bei Lungenbeteiligung Thorax-Sonografie und ggf. Thorax-CT.
Therapie:
Bei leichten Verläufen ohne Risikofaktoren für einen schweren Verlauf: symptomatische Therapie. Bei Risiko für schweren Verlauf schon bei Krankheitsbeginn Therapie mit spezifischen monoklonalen Antikörpern empfohlen. Bei schwerer Erkrankung supportive Therapie mit ausreichender Oxygenisierung, nichtinvasiver Beatmung, High-Flow-Sauerstofftherapie, Bauchlagerung und ggf. invasiver Beatmung. Medikamentöse Therapie mit nachweislicher Reduktion der Sterblichkeit: Dexamethason, JAK-Inhibitoren, Tocilizumab und Antikoagulation.
  • Marlies Karsch-Völk, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, München
  • Guido Schmiemann, PD Dr. med., Facharzt für Allgemeinmedizin, Universität Bremen (Review)