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Chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD)

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Definition:
Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist charakterisiert durch eine persistierende und üblicherweise progrediente Atemwegsobstruktion. Sie ist assoziiert mit einer gesteigerten Entzündungsreaktion in den Atemwegen durch langjährige Inhalation von Partikeln und Gasen. Exazerbationen und Komorbiditäten können den Schweregrad der Erkrankung mitbestimmen.
Häufigkeit:
Ca. 10–15 % der erwachsenen Bevölkerung sind betroffen, die Prävalenz nimmt mit Alter und Dauer des Tabakkonsums zu. Die Erkrankung wird häufig unterschätzt und ist insgesamt unterdiagnostiziert.
Symptome:
Typische Symptome sind Belastungsdyspnoe, chronischer Husten und erhöhte Schleimproduktion. Meistens langsame Symptomentwicklung im Laufe von Jahren.
Befunde:
Keine pathognomonischen Befunde. Verlängertes Exspirium und Giemen bei der Auskultation. Bei ausgeprägtem Lungenemphysem Fassthorax, bei Gasaustauschstörung mit Hypoxämie evtl. Zyanose, Einsatz der Atemhilfsmuskulatur. In Spätstadien mit pulmonaler Hypertonie/Cor pulmonale periphere Ödeme. Evtl. Infektzeichen im Rahmen von Exazerbationen.
Diagnostik:
Verdachtsdiagnose durch Anamnese und klinischen Befund, für die Diagnose ist eine Spirometrie mit einer FEV1/FVC < 0,70 unerlässlich. Die weitere Beurteilung erfolgt durch das Ausmaß der Obstruktion (GOLD 1–4) und die Erfassung von Symptomatik und Exazerbationsrisiko in einer 4-Felder-Tafel (ABCD-Gruppierung).
Therapie:
Wichtigste nichtpharmakologische Intervention ist die Tabakentwöhnung. Pulmonale Rehabilitation, physische Aktivität und Impfungen sind weitere Maßnahmen. Zentrale Bestandteile der medikamentösen Behandlung der stabilen COPD sind Beta-2-Agonisten, Anticholinergika und inhalative Kortikosteroide. Die Therapie erfolgt abgestuft auf der Basis der ABCD-Gruppierung. Bei Exazerbationen sind kurzzeitige systemische Gabe von Kortikosteroiden und evtl. antibiotische Therapie indiziert.

Allgemeine Informationen

Definition

Häufigkeit

Ätiologie und Pathogenese

ICPC-2

ICD-10

Diagnostik

Komorbiditäten

Differenzialdiagnosen

Anamnese und klinischer Befund

Klinische Untersuchung

Ergänzende Untersuchungen in der Hausarztpraxis

Diagnostik bei Spezialist*innen

Diagnostischer Algorithmus

Betreuung durch Hausärzt*in bzw. Indikationen zur Überweisung

Therapie

Therapieziele

Allgemeines zur Therapie

Management der stabilen COPD

Nichtpharmakologische Basismassnahmen

Medikamentöse Therapie

Medikamentöse Therapie – verwendete Substanzen

Ergänzende nichtpharmakologische Maßnahmen

Behandlung von Komorbiditäten

Behandlung von Exazerbationen

Palliative Maßnahmen

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlauf

Anerkennung als Berufskrankheit

Komplikationen

Prognose

Verlaufskontrolle

Weitere Informationen

Patienteninformationen

Patienteninformationen in Deximed

Illustrationen

Quellen

Leitlinien

Literatur

Autor*innen

  • Michael Handke, Prof. Dr. med., Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Intensivmedizin, Freiburg i. Br.