Zum Hauptinhalt springen

Spontanpneumothorax

Zuletzt aktualisiert:

Zuletzt überarbeitet:

Zuletzt überarbeitet von:



Definition:
Eine spontan auftretende Erkrankung, bei der Luft in die Pleurahöhle gelangt und die Lunge (teilweise) kollabiert. Es wird in primären und sekundären Spontanpneumothorax (PSP bzw. SSP) unterschieden, wobei Letzterer auf einer zugrunde liegenden Lungenerkrankung basiert. Als Komplikation kann bei beiden Formen ein Spannungspneumothorax auftreten.
Häufigkeit:
Der Spontanpneumothorax ist ein verbreitetes Krankheitsbild mit mehr als 10.000 Ereignissen pro Jahr in Deutschland. Männer sind häufiger betroffen. Der PSP tritt vor allem bei jungen Männern um das 25. LJ auf, der SSP vor allem bei Patienten älter als 60 LJ.
Symptome:
Plötzlich auftretende Brustschmerzen an der entsprechenden Seite und Schweratmigkeit, ein kleiner PSP kann jedoch auch recht blande verlaufen.
Befunde:
In ausgeprägten Fällen finden sich reduzierte Lungengeräusche, spürbar herabgesetzter Fremitus und eine Hyperresonanz.
Diagnostik:
Verdacht aufgrund der Klinik und Anamnese, beweisend sind Röntgenthorax, evtl. Thorax-CT und bei geübten Untersuchern der Ultraschall.
Therapie:
Abhängig von der Schwere des Pneumothorax, den Beschwerden und evtl. zugrunde liegenden Erkrankungen kann die Therapie zwischen dem Abwarten der spontanen Luftresorption, dem Abpunktieren der Luft, der Anlage einer Thorax(saug)drainage oder einer Operation am Thorax liegen. Ein Spannungspneumothorax muss in jedem Fall mittels einer Thoraxdrainage versorgt werden. Bei rezidivierenden Fällen kann eine Pleurodese indiziert sein. 

Allgemeine Informationen

Definition

Häufigkeit

Ätiologie und Pathogenese

Disponierende Faktoren

ICPC-2

ICD-10

Diagnostik

Diagnostische Kriterien

Differenzialdiagnosen

Anamnese

Klinische Untersuchung

Ergänzende Untersuchungen in der Hausarztpraxis

Diagnostik beim Spezialisten

Indikationen zur Überweisung

Therapie

Therapieziel

Allgemeines zur Therapie

PSP: Behandlung im Krankenhaus

SSP: Behandlung im Krankenhaus

Prävention

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlauf

Komplikationen

Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen

Worüber sollten Sie die Patienten informieren?

Patienteninformationen in Deximed

Weitere Informationen

Illustrationen

Quellen

Leitlinien

Literatur

Autor*innen

  • Caroline Beier, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Hamburg
  • Terje Johannessen, professor i allmennmedisin, Institutt for samfunnsmedisinske fag, Norges teknisk-naturvitenskapelige universitet, Trondheim
  • Hasse Melbye, Facharzt für Allgemeinmedizin, Wissenschaftler am Institut für Sozialmedizin, Universität in Tromsø
  • Leif Bjermer, Professor für Lungenkrankheiten, Technisch-naturwissenschaftliche Universität Norwegens, Trondheim