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Bronchiektasen

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Definition:
Eine dauerhafte Erweiterung der mittleren und distalen Bronchien in Folge einer Zerstörung von Wandmuskulatur und elastischem Bindegewebe bei chronischer Entzündung. Meist Folge pulmonaler Grunderkrankung (zystische Fibrose, COPD u. a.).
Häufigkeit:
Unklar; vermutlich in Deutschland stark unterdiagnostiziert. Während postinfektiöse Formen rückläufig sind, sind Bronchiektasen in Folge von chronischer Bronchitis auf dem Vormarsch.
Symptome:
Chronischer Husten mit voluminösem Auswurf. Regelmäßige Exazerbationen. Atemnot, Hämoptysen, Allgemeinsymptome.
Befunde:
Klinische Befunde sind unspezifisch mit Rasselgeräuschen. Dreischichtiges Sputum (Schaum, Schleim, Eiter) ist pathognomonisch.
Diagnostik:
CT und mikrobiologische Sputumuntersuchung zur Identifizierung von resistenten Erregern. Bei negativem Sputumbefund Bronchoskopie zur Materialgewinnung.
Therapie:
Behandlung der Grunderkrankung. Physiotherapie, Pharmakotherapie zur Sekretelimination, Antibiotika bei Exazerbationen, chirurg. Resektion in Einzelfällen.
  • Heidrun Bahle, Dr. med., Fachärztin für Allgemeimmedizin, München
  • Dietrich August, Arzt, Freiburg im Breisgau