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Penisverkrümmung

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Definition:
Man unterscheidet zwischen angeborener Penisverkrümmung (Penisdeviation) und erworbener Penisverkümmung (Induratio penis plastica). Die erworbenen Variante ist häufiger und durch Fibrosebildung verursacht.
Häufigkeit:
Die angeborene Penisverkrümmung hat eine Inzidenz von 0,04 %. Die Induratio penis plastica tritt bei ca. 10 % auf, die Inzidenz steigt mit dem Lebensalter.
Symptome:
Die Symptome sind Schmerzen oder Beschwerden beim Geschlechtsverkehr, zuweilen auch Erektionsstörungen.
Befunde:
Die klinische Bestimmung der Erkrankung ist am einfachsten bei einer Erektion. Bei der Induratio penis plastica lassen sich in der Regel schmerzempfindliche Knoten/Plaques an der Seite der Kurvatur palpieren.
Diagnose:
Private Fotos des erigierten Penis aus verschiedenen Winkeln sind von großem Nutzen, evtl. eine direkte Observation nach der Injektion eines vasoaktiven Medikaments. Mit einer Duplex-Doppler-Ultraschall-Untersuchung lässt sich das Plaque lokalisieren.
Behandlung:
Die medikamentöse Behandlung hat eine unsichere Wirkung. Eine Injektionsbehandlung mit Kollagenase kann versuchsweise vorgenommen werden. Mehrere chirurgische Behandlungsmethoden sind möglich.
  • Steinar J. Karlsen, tidligere klinikksjef og professor dr. med., Oslo Urologiske Universitetsklinikk, Aker universitetssykehus helseforetak og Universitetet i Oslo
  • Svein Z. Bratland, spesialist i allmennmedisin, Sandviken Legesenter, Bergen, og seniorrådgiver i Statens helsetilsyn, Oslo
  • Per Inge Lundmo, overlege Kirurgisk klinikk, Urinveissykdommer, Regionsykehuset i Trondheim og førsteamanuensis Norges teknisk-naturvitenskapelige universitet, Trondheim